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THEMA: Ist Ukraine noch zu helfen?

Ist Ukraine noch zu helfen? 12 Mär 2018 12:54 #36216

  • Rosinchen
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tartu schrieb:
Der Link zum Klimkin-Artikel ist nicht mehr verfügbar. Erschien aber auf der offiziellen Seite des nationalen ukrainischen Radioprogramms. Hier aber nochmal von Ukrinform: www.ukrinform.ru/rubric-society/2407037-...zaet-za-granicu.html
Strana ist keine prorussische Seite, dann waere sich laengst zensiert, aber eines der wenigen ukrainischen kritischen Seiten die es noch gibt. Eine wichtige Stimme der Meinungsfreiheit. Es gehören eben auch die negativen Entwicklungen angesprochen.

Meine Güte seit ihr naiv... WEM gehört Strana? WER bezahlt den Zirkus?
Wiki erzählt einiges.
Heute einige Journaliste von Strana und andere wurden verhaftet und ihre Wohnungen durchsucht, wegen ANTISTAATSARBEIT.
Strana hat bestimmt schon was dazu geschrieben :-)

"Во время обысков изъяты пропагандистские материалы, оружие, взрывчатка и многие другие доказательства подрывной работы против нашей страны. Более подробная информация будет обнародована на сайте СБУ после завершения всех необходимых процессуальных действий", - написала Гитлянская.
По словам спикер СБУ, "к сожалению, среди этих граждан есть те, кто имеет отношение к журналистскому цеху, но принадлежность к профессии не может быть индульгенцией от законной ответственности за антигосударственные действия".
bykvu.com/bukvy/87031-antiukrainskie-akt...kh-regionakh-ukrainy
Letzte Änderung: 12 Mär 2018 12:58 von Rosinchen.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 12 Mär 2018 19:48 #36218

  • stephan.r
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Das einmal einfach zu einer Information:

Contra Magazin
1. Februar 2018

Ukraine: Medien-Herausgeber sucht Asyl in Österreich
Der Herausgeber der oppositionellen ukrainischen Online-Zeitung "Strana.ua" floh nach Gewaltandrohungen nach Österreich.
Von Viribus Unitis
"Wir möchten sie darüber informieren dass Igor Guzhva nach Wien gegangen ist und die österreichischen Authoritäten um politisches Asyl ersucht hat, im Einklang mit den bestehenden Prozeduren", so die Seite.
www.contra-magazin.com/2018/02/ukraine-m...asyl-in-oesterreich/

Hier eine Uebersicht mit Ukraine-Artikeln. Es sind anscheinend 44 Seiten. Die haben das recht übersichtlich aufgelistet. Ich habe die Artikel (noch) nicht gelesen, werde sicher nicht alle lesen. Teilweise tönen die Titel ein wenig reisserisch
Климкин обеспокоен, что украинская молодежь уезжает за границу
Letzte Änderung: 12 Mär 2018 19:50 von stephan.r.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 25 Apr 2018 19:52 #36596

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Umweltpolitikerin Kotting-Uhl: "Trotz Tschernobyl hält die Ukraine an der Atomkraft fest"

Vor 32 Jahren explodierte das Atomkraftwerk Tschernobyl - mit drastischen Folgen. Trotz hoher Risiken setzt die Ukraine weiter auf Atomkraft. "Das ist Irre, es wird nicht richtig gerechnet", sagt MdB Kotting-Uhl.
www.dw.com/de/umweltpolitikerin-kotting-...raft-fest/a-43519945
Letzte Änderung: 25 Apr 2018 19:53 von tartu.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 25 Apr 2018 21:27 #36597

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tartu schrieb:
Umweltpolitikerin Kotting-Uhl: "Trotz Tschernobyl hält die Ukraine an der Atomkraft fest"

Vor 32 Jahren explodierte das Atomkraftwerk Tschernobyl - mit drastischen Folgen. Trotz hoher Risiken setzt die Ukraine weiter auf Atomkraft. "Das ist Irre, es wird nicht richtig gerechnet", sagt MdB Kotting-Uhl.
www.dw.com/de/umweltpolitikerin-kotting-...raft-fest/a-43519945

Die gute Kotting-Uhl kennt scheinbar den Unterschied zwischen dem Kraftwerk Tschernobyl (Graphitmeiler) und den modernen Atomkraftwerken nicht.
Man darf nicht alle Atomkraftwerke in den gleichen Topf werfen.

Ausser Fukushima hat kein "normales" Atomkraftwerk einen Gau produziert. Und in Fukushima nur, weil die Betreiberfirma auf Kosten der Betriebssicherheit und gegen den Empfehlungen von Siemens sparen wollte.

Ich bin gegen den Entscheid der dt. Bundesregierung total auf Atomstrom verzichten zu wollen. Die existierenden Kraftwerke sollen steuerungstechnisch modernisiert und solange laufen gelassen werden wie es geht. Beim Lebensende statt Rückführung Sarkophag um die Zentrale. Das ist die einfachste und sicherste Endlösung für ein ausgedientes Atomkraftwerk..
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Ist Ukraine noch zu helfen? 25 Apr 2018 22:24 #36598

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wie ist das mit dem Atomabfall? Wohin damit? Oder gib es da keinen?
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Ist Ukraine noch zu helfen? 26 Apr 2018 22:11 #36603

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Ein Atomkraftwerk im Betrieb produziert fast keinen Abfall. Erst wenn die Brennstäbe bei heutigen Anlagen aufgearbeitet werden müssen. ergibt es einen leichten Abfallanteil.
Die Medizin und Industrie verursacht mehr radioaktiven Abfall als ein Atomkraftwerk.

Ein Ofen der neuesten Generation hinterlässt keinen spaltbaren Abfall. Dem kann man dann den radioaktiven Abfall verfüttern. Leider konnte Siemens nur eine Testanlage bauen. Dabei blieb es. Die westeuropäischen Politiker bekamen kalte Füsse. Das ganze Problem ist ein politisches Problem.

Voraussichtlich fällt Deutschland mit seinem Projekt der erneuerbaren Energien auf die Nase. Es kommt nicht von ungefähr, dass noch so viele Kohlekraftwerke laufen, die problematischer für die Umwelt sind als Atomöfen der Zukunft.
Die Bevölkerung hat einfach Angst, wenn sie das Wort Atom hören. Sie sterben lieber an schlechter Luft.
Nicht zu vergessen, die normale Radioaktivität der Erde ist um ein Vielfaches höher als das was die Atomkraftwerke (diejenigen, die abgeschaltet werden sollen) abgeben. Nur spricht man nie davon.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 27 Apr 2018 16:44 #36611

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Ein trauriges Thema.
Das betrifft jeden Soldaten, der im krieg war, sei es ein Russe, ein Ukrainer, ein Amerikaner, ein Isreali usw.
Das bedenken die Politiker nicht, die ihre Soldaten an die Front abstellen.
Hier wird im Falle der Ostukraine von Bürgerkrieg gesprochen. Es ist aber kein Bürgerkrieg, sondern ein Aggressionskrieg Russlands. Das muss mal klar gesagt werden.

Tausende Kriegsopfer – auch hinter den Maschinengewehren!
Christian Müller / 27. Apr 2018 Infosperber - Aus dem Krieg zurückkehrende Soldaten wählen immer öfter den Freitod. Auch in der Ukraine sind es bereits über 1000.

Aus den USA wissen wir es: Im Durchschnitt nimmt sich jede Stunde ein US-Kriegsveteran das Leben – meist mit der eigenen Pistole. 22 pro Tag, rund 8000 im Jahr. Der Krieg traumatisiert – auch die Soldaten. Die Wiedereingliederung ins zivile Leben ist äusserst schwierig, das Vergessen des Erlebten fast unmöglich. Der Irakkrieg forderte auf US-Seite bis heute mehr Tote durch Freitod nach der Rückkehr als Tote im Kriegsgebiet. Von den Opfern – Soldaten und Zivilisten – unter den mit verlogenem Vorwand Attackierten, von den Hunderttausenden von Verstümmelten, Verschwundenen und Toten auf irakischer Seite, gar nicht zu reden. – Darüber berichten auch westliche Medien, zum Beispiel auch die NZZ.

(Die USA kennen seit 1930 für die Belange der Kriegsveteranen ein eigenes Kriegsveteranenministerium. Nach dem der von Donald Trump eingesetzte David Shulkin, der schon unter Präsident Barack Obama im Kriegsveteranenministerium als Staatssekretär beamtet war, Ende März wegen einer Spesenaffäre zurücktreten musste, ernannte Donald Trump seinen eigenen Leibarzt Ronny Jackson zum neuen Veteranenminister. Doch auch dieser gab gestern, am 26. April, nun bekannt, dass er den Posten nicht antreten wird. Auch er hat, wie man in der Schweiz zu sagen pflegt, zu viel «Dreck am Stecken», wie der «New Yorker» aktuell zu berichten weiss. Integre Persönlichkeiten scheinen sich für diesen Ministerposten nicht zu interessieren. Kriegsveteranen, wer mag sich schon um diese kümmern … )

Aber nicht nur in den USA
Jetzt wurden erste Zahlen auch aus der Ukraine bekannt. Nach vier Konfliktjahren geht man davon aus, dass die Zahl direkter Kriegsopfer klar über 10'000 liegt. Dazu kommen gemäss Rechtsanwalt Oleksandr Tretyakov bereits über 1000 Kriegsveteranen, die nach ihrem Einsatz in der Ostukraine den Freitod gewählt haben. Wie viele dazu kommen, die zwar noch nicht zum «erlösenden Schuss» aus der eigenen Pistole oder zu einer Überdosis Schlafmittel gegriffen haben, aber psychisch massiv angeschlagen sind und entsprechend leiden, kann man nur ahnen.

Wer hat – selbst in Deutschland – noch eine Ahnung, was der Krieg alles mit sich bringt: an Schmerz und Entbehrung, Elend und Verzweiflung, Verstümmelung und Tod? Im Zeitalter der Bomben, ferngesteuerten Raketen und Drohnen rückt die grausame Realität des Krieges allzu leicht in die Ferne – und damit auch ausserhalb der Reichweite unseres Mitgefühls.

Das gilt gerade auch für den Bürgerkrieg in der Ostukraine. «Das Leid der Menschen ist unsäglich» überschrieb die deutsche Tageszeitung Tagesspiegel ein Interview mit Alexander Hug, dem (Schweizer) Einsatzleiter der OSZE-Beobachtungstruppen in der Ostukraine.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 24 Mai 2018 12:50 #36823

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Die Ukraine streitet um einen Korruptionsgerichtshof
Als die Ukraine das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union abgeschlossen hat, versprach die Ukraine die Korruption im Land zu bekämpfen. In diesem wichtigen Punkt gibt es aber kaum Fortschritte. Die westlichen Partner fordern deshalb schon länger einen speziellen Gerichtshof - der ist in der Ukraine aber sehr umstritten.
www.deutschlandfunk.de/kampf-gegen-beste...am:article_id=418567
Letzte Änderung: 24 Mai 2018 12:53 von tartu.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 01 Jun 2018 22:57 #36893

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Ukrainerinnen als Leihmütter gefragt
© aw
Christian Müller / 14. Mai 2018 - Wirtschaftlich am Boden, medizintechnisch aber fortgeschritten, entsteht in der Ukraine ein neuer «Markt».
Wo Armut herrscht, wächst die Bereitschaft von Frauen, ihren Körper für die Austragung eines fremden Kindes zur Verfügung zu stellen – der Not gehorchend, meist, nicht dem eignen Trieb. Die Ukraine scheint dabei einen echten Wachstumsmarkt entdeckt zu haben, es gibt immer mehr Kliniken für Reproduktionsmedizin und mehr und mehr Agenturen, die für ausländische kinderlose Ehepaare oder auch für Schwule eine geeignete Leihmutter suchen.
Juristisch scheint es dabei «nur» ein Problem zu geben: Kommt das Kind in der Ukraine zur Welt, muss es aus der Ukraine hinaus geschmuggelt werden. Einen legalen Weg dazu, das Kind den genetischen Eltern beziehungsweise den Auftraggebern im Ausland zuzuführen, scheint es noch nicht zu geben. Deshalb gehen die Leihmütter oft schon während der Schwangerschaft ins Ausland, zum Beispiel nach Tschechien, das in diesem Bereich die «liberalste» Gesetzgebung von Europa hat. In Tschechien ist reproduktionsmedizinisch so ziemlich alles erlaubt, ähnlich wie in Kalifornien. Aber Tschechien ist, nicht zuletzt aus Kaufkraftgründen der tschechischen Währung, eben doch noch deutlich teurer als die Ukraine. In der Ukraine scheinen Leihmütter schon ab 20'000 Euros zur Verfügung zu stehen – und sogar noch deutlich billiger.
Einen ausführlichen – aus ethischer Sicht allerdings völlig unkritischen – Bericht zu diesem Thema findet man in deutscher Sprache unter ukraine-nachrichten.de/kinder-export-ukr...0#comment-3799099817.
Möchte ich als Kind auf die Welt kommen, meinen (genetischen) Vater nicht kennen, meine (genetische) Mutter nicht kennen, meine «Mutter», die mich neun Monate unter ihrem Herz getragen hat, gleich nach der Geburt verlassen müssen und schliesslich bei einem fremden Auftraggeber aufwachsen – so, wie es zum Beispiel das kalifornische Recht heute erlaubt?

Was ist gut und was ist nicht gut?
Ich möchte nicht über die Leimütter im Allgemeinen richten. Es gibt genügend Ehepaare, die gerne ein Kind haben möchten, aber von einer Adoption Abstand nehmen.
Hier im Val d'Anniviers haben wir mehrere Fälle, die total daneben gelaufen sind, denn die Adoptiveltern kannten die Lebensgeschichte der adoptierten kinder nicht. Dagegen haben meine Cousins nur gute Erfahrung damit gemacht.
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Letzte Änderung: 01 Jun 2018 22:58 von Agence.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 02 Jun 2018 09:16 #36896

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Erziehung macht viel,aber es giebt warscheimlich auch viel genetisch angelegtes Verhalten.Man kann also schlimm auf die Nase fallen mit Adoption.Ich in meinem fall waere gluecklich,aus heutiger Sicht,wenn ich meine mutter nie kennengelernt haette.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 05 Jun 2018 21:38 #36913

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Ist Ukraine noch zu helfen? 07 Jul 2018 11:14 #37101

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Abteilungsleiterin des Justizministeriums wegen Annahme von Bestechungsgeldern festgenommen
Ukraine Journal

Die Generalstaatsanwaltschaft hat mitgeteilt, dass sie die Leiterin der Abteilung für die Akkreditierung, Kontrolle und Überwachung der staatlichen Registrierungsstellen im Justizministerium, Alisa Oskyrko, und ihren Stellvertreter festgenommen hat, als diese ein Bestechungsgeld akzeptierten.

Nur die kleinen Fische fliegen auf, die grossen Fische können ihre Machenschaften besser verstecken.
In diesem Fall geht es um 2x 200.000 Hrywnja, einen ansehnlichen Betrag in der Ukraine
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Ist Ukraine noch zu helfen? 09 Jul 2018 21:02 #37120

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ANTI-KORRUPTIONS-CHEF IM INTERVIEW
Wie schlimm ist die Korruption in der Ukraine wirklich?
Artikel von: JULIAN RÖPCKEveröffentlicht am08.07.2018

Die Ukraine kämpft heute an zwei Fronten gleichzeitig: Im Donbas gegen die Kreml-treuen Truppen und im Rest des Landes gegen die grassierende Korruption.
Der Mann, der die Korruption im Land bekämpfen soll, ist Artem Sytnyk, seit 2015 Leiter der unabhängigen Anti-Korruptions-Behörder „Nabu“.
► In BILD spricht er offen über die Steine, die ihm von den führenden Politikern des Landes in den Weg gelegt werden.
BILD: Auf der Suche nach Erfolgsmeldungen Ihrer Behörde in diesem Jahr sind mir vor allem Probleme und Streitigkeiten mit der ukrainischen Regierung ins Auge gesprungen. Man hat sogar versucht, Sie zu entmachten. Können Sie unter diesen Bedingungen überhaupt noch Ihre Arbeit machen?

Artem Sytnyk: „Jeder, der die Maidan-Proteste 2013 und 2014 mitverfolgt hat, hat gesehen, dass das größte Problem in der Ukraine die Korruption und ihre Bekämpfung war. Die Korruption ist nicht erst unter dem damaligen Präsidenten Janukowytsch entstanden. Aber sie hat in seiner Amtszeit ihren Höhepunkt erreicht. Darum die Proteste und die Revolution. Das Erschreckende ist, dass auch nach der Maidan-Revolution die politische Elite nach den selben Spielregeln spielt, wie ihre Vorgänger. Deshalb wurde auf Druck der Zivilgesellschaft und des Auslands meine Behörde, die ‚Nabu‘, gegründet. Damals ahnte die Elite noch nichts von der Gefahr, die dieser Schritt mit sich bringen würde. Als wir jedoch die ersten Politiker verhaftet haben, wachte man sozusagen auf und der Widerstand gegen uns wurde immer stärker.“

BILD: Und dieser Widerstand führte dazu, dass man Ihnen Ihre Kompetenzen und Ihre Unabhängigkeit wieder wegnehmen will?
Sytnyk: „Ja, diese Versuche gab es von Anfang an. Der größte Angriff auf uns erfolgte im Dezember, als ein Gesetzentwurf ins Parlament gebracht wurde, der meine Entlassung deutlich erleichtern sollte. Dieser Angriff scheiterte, weil die Zivilgesellschaft und internationale Partner sich dagegen gestellt haben.“
BILD: Trotzdem bekommt man den Eindruck, dass der Druck auf Sie wächst. Versuchen die Herrschenden die „Anti-Korruptions-Uhr“ der Ukraine auf vor 2014 zurückzustellen?
Sytnyk: (atmet tief durch) „Das ist schwer zu vergleichen. Heute haben korrupte Beamte Angst vor unserer Arbeit. Sie haben ihre Komfortzone sozusagen verlassen. Aber diese Angst bringt die Beamten auch dazu, einfach alles zu greifen, was sie zu fassen bekommen. Das ist wie die Verschärfung einer Krankheit.“

BILD: Aber ist diese Angst vor Ihnen berechtigt und wird es in Zukunft neue hochkarätige Anklagen sehen?
Sytnyk: „Wir waren bereits in allen Beamten-Cliquen aktiv. Wir arbeiten und vermitteln die von hochrangigen Funktionären begangene Korruptionsverbrechen ganz aktiv. Ausgenommen ist nur der amtierende Präsident, der unserer Handhabung nicht unterliegt. Bislang haben wir die Kaste der VIPs schon ein gutes Stück ins Schwanken gebracht. Das ist aber nur ein taktischer Sieg. Einen strategischen Sieg wird es erst dann geben, wenn wir die ganzen angefangenen Verfahren an die Gerichte abliefern können und sie gerecht beurteilt werden. Leider erlaubt unser Gerichtssystem das derzeit nicht.“

BILD: Darum fordern Sie ja auch spezielle Anti-Korruptions-Gerichte, in denen die Richter vielleicht nicht politisch motiviert krank werden oder einfach nicht erscheinen. Können Sie die Korruption überhaupt mit dem aktuellen Gerichtssystem bekämpfen?
Sytnyk: „Wären die aktuellen Gerichte dazu in der Lage, würden wir nicht seit zwei Jahren darüber diskutieren, wann es endlich zu einer Verurteilung kommt. Daher ist die einzige Hoffnung in der Tat die Einführung eines Anti-Korruptions-Gerichts. Bislang haben uns alle Verfahren, die bei den derzeitigen Richtern gelandet sind, gezeigt, dass wir bei dem aktuellen System schlechte Karten haben. Offiziell soll eine Gerichtsreform fünf Jahre dauern, aber solange können wir nicht warten! In der Ukraine gibt es kaum Probleme, korrupte Dorfbeamte zu verurteilen. Aber das bringt nichts, denn der Impuls kommt von ganz oben.“

BILD: 2019 sind Wahlen in der Ukraine. Wird bis dahin ein einziger Parlamentsabgeordneter verurteilt sein, dessen Korruption Sie nachgewiesen haben?
Sytnyk: „Ich kann solche Prognosen nicht abgeben. Die Ermittlungen laufen, aber ob wir es noch vor den Wahlen schaffen, einen Abgeordneten hinter Gitter zu bringen, kann ich nicht sagen. Das abschließende Urteil unserer Anklageschriften sollte jedoch schon von Gerichten ausgesprochen worden sein.“

BILD: Das hört sich nicht gut an. Würden Sie Stimmen Recht geben, die sagen, dass die Ukraine heute genauso korrupt ist wie Russland?
Sytnyk: „Ich stimme der Kritik zu, dass die Ukraine nicht stark genug gegen die Korruption vorgeht. Aber unter dem pro-russischen Präsidenten Janukowytsch wäre es nicht denkbar gewesen, Personen aus seinem Dunstkreis vor ein Gericht zu stellen, so, wie wir es mit dem Chef der Zollbehörde oder dem stellvertretenden Verteidigungsminister oder dem Sohn des Innenministers getan haben. Leider ist die Korruption in der Ukraine so fest verankert, dass wir sie bislang nicht umfassend bekämpfen konnten. Denn die Mächtigen kontrollieren die Medien und haben auch sonst die Ressourcen, um uns manchmal unter Druck setzen zu können. Der russischen Propaganda ist diese Lage sehr recht, weil sie uns als ein Land darstellen will, wo nichts funktioniert und wo nichts vorangeht. Wir arbeiten darum weiter.“
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Letzte Änderung: 09 Jul 2018 21:03 von Agence.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 10 Jul 2018 18:29 #37124

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Agrarheute.com
Das sogenannte Agrar-Raiding wird in der Ukraine immer mehr zum Problem. Nun muss die Polizei bereits Felder und Ernte vor Dieben schützen.

Erntediebstahl wird in der Ukraine zu einem immer größeren Problem. Inzwischen müsse die Polizei vermehrt die Ernte auf den Feldern vor Dieben schützen.

Dieses sogenannte Agrar-Raiding, also die kriminelle Beschlagnahmung sowie die Plünderung landwirtschaftlicher Flächen, ist in der Ukraine zu einem landesweiten Problem geworden, wie ukrainische Medien melden.

Erntediebstahl: Spezielle Polizeieinheiten gebildet
Laut Polizeiberichten werden nun in jeder Region verstärkt Kontrollen durchgeführt. Außerdem erfolge die Bildung von Polizeieinheiten, die im Bedarfsfall schnell auf Notrufe reagieren können. Alleine im ersten Halbjahr 2017 seien insgesamt 570 Meldungen zu Agrar-Raiding beziehungsweise Agrar-Diebstahl registriert worden, wie Agra Europe (AgE) den Verband der Landwirte und Landbesitzer in der Ukraine zitiert.

Problem: Doppelpachtverträge mit zwei Landwirten
Das Justizministerium in Kiew jedoch gibt an, über keine genauen Statistiken zu verfügen. Allerdings komme es jährlich zu mehreren hundert Beschwerden. Neben dem Diebstahl der Ernte gebe es auch Raiding-Fälle durch Betrug und unklare Vertragsverhältnisse, berichtet AgE. So würden zum Beispiel Doppelpachtverträge mit zwei Landwirten für eine einzige Fläche abgeschlossen.

Pachtpreise in der Ukraine enorm gestiegen
Aktuell haben die ukrainischen Betriebe zudem mit höheren Pachtpreisen zu kämpfen. Laut Regierungsangaben seien die Flächenpreise dieses Jahr stark gestiegen. Mussten bei der Versteigerung der Pachtflächen Anfang 2018 für einen Hektar noch 8,3% des durchschnittlichen Bodenwertes von circa 619 Euro gezahlt werden, waren es zuletzt 19,3%, so AgE.

Der Pachtzins habe sich damit umgerechnet von etwa 51,4 Euro/ha auf 119,5 Euro/ha mehr als verdoppelt.

Dieses Problem kennt jeder Bauer, seien es Blumen, Früchte oder Gemüse.
Diverse Menschen machen sich einen Spass daraus etwas vom Acker zu stehlen.Es ist nicht die Not, die sie antreibst, sondern der Kick. Auch wenn jeder nur wenig stiehlt, die Masse macht es schlussendlich aus.
Der Bauer sagt aber nichts, wenn man auf einem abgeernteten Feld noch ein paar Zwiebeln oder Kartoffeln findet. Auch Fallobst darf man ruhig zu sich nehmen. Dieses kann sowieso nicht mehr verkauft werden und verrottet sonst am Boden.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 10 Jul 2018 19:07 #37125

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Aber mit "Agrar-Raiding" ist imho nicht gemeint, dass da mal ein paar fuzzies ein paar Kartoffeln klauen, sondern da stehen eben zu Erntezeit ein paar bewaffnete Banditen raider beim Bauer auf der Matte und sagen: "Du erntest hier jetzt nichts, das tuen wir schon, und wenn Dir das nicht passt wird dich mein Kumpel Michail (Kalaschnikow) überzeugen."

Aber davon abgesehen finde ich 100€ Jahrespacht, bzw 600€ Bodenwert pro Hektar gemessen an der hohen Fruchtbarkeit der ukrainischen Schwarzerdeböden immer noch fast geschenkt, wenn man bedenkt wieviel Früchte und Gemüse auf den 10.000 Quadratmetern in einem Jahr doch wachsen kann.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 10 Jul 2018 20:58 #37130

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Du hast das nicht verstanden.Die kommen mit Maehdreschern und LKW machen das Feld komplett leer.Der Bauer wird ermordet oder zusammengeschlagen.Einen Freund von mir ist genau das passiert.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 11 Jul 2018 00:08 #37138

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Jac schrieb:
Du hast das nicht verstanden.Die kommen mit Maehdreschern und LKW machen das Feld komplett leer.Der Bauer wird ermordet oder zusammengeschlagen.Einen Freund von mir ist genau das passiert.
Genau das hatte ich gemeint, und deshalb nützt auch die günstige Pacht von 120€/ha nix, wenn die ganze Mühe (+Saatgut, Dünger, Wasser), die man das Jahr über da reingesteckt hat am Ende doch vergeblich war.
Letzte Änderung: 11 Jul 2018 00:14 von Kirchheim.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 15 Jul 2018 18:39 #37206

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„Ukrainische Eisenbahn“ schätzt die in der EU auf Dauer gebliebenen Ukrainer

15. Juli 2018
Laut „Ukrzaliznytsia“ (PJSC Ukrainische Eisenbahn) sind im ersten Halbjahr 2018 von fast 187.000 Passagieren aus der Ukraine in die EU eingereisten ukrainischen Staatsbürgern nur 111.000 in die Ukraine wieder zurückgekehrt, d.h. ca. 40% der eingereisten sind in der EU geblieben. Das berechnet die Ukrainische Eisenbahn anhand der verkauften Tickets.

Im ersten Halbjahr 2017 lag die Anzahl, der mit der Bahn in die EU eingereisten bei 81.000, von denen 47.000 zurückkehrten, d.h. 42% sind in der EU geblieben.

Insgesamt ist der Passagierverkehr zwischen der EU und der Ukraine im Zeitraum Januar/Juni 2018 um das 2,3-fache im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Auch die Anzahl der in diesem Zeitraum in der EU gebliebenen Ukrainer ist in etwa um das 2.3-fache gestiegen.

Das sind keine guten Zahlen, was bedeuten könnte, dass die Freizügigkeit bald aufgehoben werden könnte oder die Behörden der EU-Staaten härter durchgreifen könnten um die ukr. Arbeitnehmer in der EU in ihre Heimat zurück zu schicken, sollten noch mehr ukr. Bürger nach Ablauf der erlaubten 90 Tage nicht in ihr Heimatland zurückkehren wollen.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 17 Jul 2018 00:00 #37219

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Erfasst die Bahn denn auch die Rueckreisenden, die Bus oder Flugzeug nutzen?
Letzte Änderung: 17 Jul 2018 00:06 von tartu.
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Ist Ukraine noch zu helfen? 17 Jul 2018 00:03 #37220

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Das illegale Geschaeft mit ukrainischem Holz
ukraine-nachrichten.de/begr%C3%BCnung-eu...n-schmuggelholz_4825
Die britische Nichtregierungsorganisation Earthsight, welche die Probleme der illegalen Abholzung in der gesamten Welt untersucht, hat in den vergangenen zwei Jahren das Problem des illegalen Holzeinschlags in der Ukraine erforscht. Die vorgestellten Ergebnisse erlauben es, die gesamte Kette von der gesetzwidrigen Baumfällung in der Ukraine bis zum Endverbraucher der Produkte aus ukrainischem Holz in den EU-Staaten zu verfolgen. Die Studie ist eindeutig benannt: „Korruptionsbeteiligte: Wie Milliardenunternehmen und EU-Regierungen bei ukrainischen Wäldern versagen.“ Die Anschuldigungen sind ernst, wie übrigens auch die Folgen des Verschweigens der Situation. Während des Moratoriums für die Baumfällung wird der ukrainische Wald unter Umgehung nicht nur der nationalen Gesetzgebung, sondern auch der Regelwerke und Zertifizierungen der EU, gefällt und mit derartiger Geschwindigkeit ausgeführt, dass innerhalb von vier Jahren der Export in die EU-Länder um 75 Prozent stieg, dabei 2017 die Marke von einer Milliarde Euro übersteigend. Und den Schätzungen der Forscher nach wurden 40 Prozent dieses Holzes gesetzwidrig geschlagen oder verkauft.
Letzte Änderung: 17 Jul 2018 00:11 von tartu.
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