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THEMA: Ist Russland noch zu helfen???

Ist Russland noch zu helfen??? 13 Jan 2018 20:58 #35728

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„Riesige toxische Zone“: Russland wird zur Bedrohung für Europa
Business Insider Deutschland

Putin ist zunehmend isoliert
Eigentlich dachte man, der Kalte Krieg sei Geschichte. Beendet und zurückgelassen im vergangenen Jahrhundert. In Wirklichkeit hat der Konflikt zwischen Russland und den USA nie aufgehört zu existieren. Er war vielleicht vorübergehend eingefroren. Spätestens seitdem Donald Trump im Weißen Haus sitzt, ist er aber wieder aufgetaut.

Für vieles, was der US-Präsident außenpolitisch angeht, braucht er ein Feindbild. Und weil Wladimir Putin im Kreml seit Jahren dieselbe Strategie verfolgt, treffen auf der Bühne der Weltpolitik dieser Tage zwei gefährliche Aggressoren aufeinander.

Der Kalte Krieg der Neuzeit
Mit Trump und Putin als Avantgarden sind die USA und Russland wieder dort, wo sie vor knapp drei Jahrzehnten schon einmal waren: vereint in eisiger Feindschaft.

Der Kalte Krieg der Neuzeit spielt sich nicht militärisch ab. Er wird auf wirtschaftlicher Ebene geführt. Die Auswirkungen dürften nicht minder gefährlicher sein. Für Russland. Für die USA. Für Europa. Und für das globale Finanzsystem.

Gefährlicher Machtkampf zwischen USA und Russland
Das amerikanische Außenministerium hat in bis dato nie dagewesener Weise Handelsbeschränkungen gegen russische Firmen erlassen. Die Sanktionen betreffen nicht nur wie gewöhnlich alle wichtigen Industriezweige wie die Waffen- und Rüstungsindustrie, den Öl- und Gassektor, das Transport- und Metallgewerbe sowie den Bergbau. Die USA wollen vor allem dort zuschlagen, wo Russland am verwundbarsten ist: am Kapitalmarkt.

Das sogenannte Sanktionsgesetz zur Bekämpfung von Amerikas Gegnern, kurz: CAATS, das Trump persönlich unterzeichnet hat, sieht ausdrücklich die Möglichkeit vor, den Aufkauf russischer Staatsanleihen zu verbieten. Und spätestens an diesem Punkt wird aus einem Machtkampf zweier verfeindeter Staaten ein weltweites Problem.

Denn Staatsanleihen des klammen Russlands sind quer über den Globus heiß begehrt. Auch bei europäischen Investoren. Sollte dieses Geschäft nun per Dekret aus Washington unterbunden werden, droht der Weltwirtschaft ungeahnter Schaden.

Russland wird zur „riesigen toxischen Zone“
Der stellvertretende Chefanalyst der Investmentbank BCS Global Markets warnt in der „Welt“ vor einer „Atombombe für den Finanzmarkt“.

Die russische Zeitung „Wedomosti“ sieht angesichts der bedrohlichen Entwicklungen der vergangenen Tage „rund um Russland eine potenziell riesige toxische Zone“ aufziehen. Die amerikanischen Sanktionen erhöhten „für Ausländer deutlich das Risiko, mit russischen Unternehmen zu arbeiten“, schreibt ein Kommentator des Blattes.

Wie ernst die Situation für die hiesige Wirtschaft ist, zeigt ein Stimmungsbild, das die Deutsch-Russische Außenhandelskammer (AHK) im vergangenen Monat gezeichnet hat. Demnach stufen 97 Prozent der befragten deutschen Unternehmen mit geschäftlichen Beziehungen zu Russland die Sanktionen der USA als negativ ein. Zwei Drittel fürchten drastische Umsatzeinbußen.

Diesen Beitrag könnte man ebenso gut bei Trump ablegen. Die beiden Herren sind unberechenbarer geworden. Trotzdem glaube ich, dass schlussendlich die Vernunft siegen wird.
Am Beispiel der UdSSR haben wir erlebt, was es bedeutet in ein Wettrüsten mit den USA einschwenken zu wollen. Russland wird auf der Verliererbank stehen.
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Ist Russland noch zu helfen??? 13 Jan 2018 23:36 #35730

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Ich hatte eher den Eindruck, dass die Sanktionen nicht auf dem Mist von trump persönlich gewachsen sind, sondern er sie durchwinken muss, weil die Mehrheit von neocons im Senat und Repräsentantenhaus diese Sanktionen wollen, und trump realistisch keine Macht hat die dann noch zu verhindern.

Und EU-ropa einen Kollateralschaden zuzufügen dürfte trump dagegen gar nicht so ungelegen kommen.
Letzte Änderung: 13 Jan 2018 23:38 von Kirchheim.
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Ist Russland noch zu helfen??? 15 Jan 2018 21:04 #35753

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Kirchheim schrieb:
Ich hatte eher den Eindruck, dass die Sanktionen nicht auf dem Mist von trump persönlich gewachsen sind, sondern er sie durchwinken muss, weil die Mehrheit von neocons im Senat und Repräsentantenhaus diese Sanktionen wollen, und trump realistisch keine Macht hat die dann noch zu verhindern.

Und EU-ropa einen Kollateralschaden zuzufügen dürfte trump dagegen gar nicht so ungelegen kommen.

Das siehst Du richtig. Trump war dagegen. Nur der Grund ist nicht klar ersichtlich. Hat er doch Dreck am Stecken?
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Ist Russland noch zu helfen??? 15 Jan 2018 21:10 #35754

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Neue Schützengräben in der Ostukraine – die Gewalt nimmt wieder zu

Nach einer kurzen Waffenruhe registrieren die Beobachter der OSZE wieder eine Zunahme der Gewalt. Noch ist unklar, wie sich der im Dezember erfolgte Rückzug der Russen aus der Militärkoordination auswirken wird.


NZZ. Ann-Dorit Boy

15.1.2018,

Knapp vier Wochen nach der schweren Eskalation der Kämpfe im Donbass und der anschliessenden Waffenruhe nimmt die Gewalt entlang der ostukrainischen Frontlinie wieder zu. Die Wirkung eines vor Weihnachten neuerlich vereinbarten Waffenstillstands zwischen ukrainischen Truppen und Separatisten verpuffte – wie schon in der Vergangenheit – bereits nach wenigen Tagen. Seit Jahresbeginn stellt die Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) täglich mehr Schusswechsel fest. «In der zweiten Woche des neues Jahres haben wir an manchen Tagen wieder eine vierstellige Zahl von Waffenstillstandsverletzungen registriert», sagt der stellvertretende Leiter der Mission, der Schweizer Alexander Hug, auf Anfrage.

Militärbewegungen in Wohngebieten
Am 19. Dezember, während der vielleicht blutigsten Kriegsnacht des vergangenen Jahres, waren 3500 Einsätze von Waffen notiert worden. Danach sank die Zahl auf wenige Dutzend pro Tag. Allerdings registrierten die Beobachter auch während der Waffenruhe Militärbewegungen auf beiden Seiten. «Gräben wurden gegraben, wo wir vorher keine gesehen hatten», sagt Hug. Auch sei militärisches Material in Wohngebiete bewegt worden, was besonders besorgniserregend sei, da dort bei einem Wiederaufflammen der Kämpfe Zivilisten zu Opfern werden könnten. Bei der Eskalation im Dezember waren Dutzende von Wohnhäusern zerstört und mehrere Zivilisten verletzt worden.

Der Gewaltausbruch im Dezember folgte unmittelbar auf den Abzug der russischen Offiziere aus dem Gemeinsamen (ukrainisch-russischen) Zentrum für Kontrolle und Koordination (JCCC) in der Ostukraine, das im September 2014 zur Überwachung der Einhaltung des Minsker Friedensabkommens eingerichtet worden war. Moskau holte seine Militärangehörigen nach Hause, um gegen die angeblich unerträglichen Bedingungen zu protestieren, unter denen sie in der Ukraine arbeiten mussten. Im Besonderen störten Moskau neue Einreisebedingungen der Ukraine, laut denen auch russische Militärangehörige einen biometrischen Reisepass vorweisen müssen. Mehrere westliche Politiker, unter ihnen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron, forderten Russland bis anhin vergeblich auf, in das Koordinationszentrum zurückzukehren.

Die rund 70 russischen Vertreter im JCCC hatten unter anderem Sicherheitsgarantien für die OSZE bei den Separatisten erwirkt, damit sich Beobachter gefahrlos in der Konfliktzone bewegen konnten. Deshalb fürchten Vertreter der OSZE-Mission, dass sich mit dem Abzug der Russen die ohnehin eingeschränkte Bewegungsfreiheit weiter verringern könnte. Laut Alexander Hug ist es jedoch zu früh, die Folgen des Ausfalls der russischen Offiziere des JCCC abzuschätzen. «Wenn es wieder massive Waffenstillstandsverletzungen gibt, werden wir die Auswirkungen besser einschätzen können», sagte Hug. Einstweilen erhalten die Mitarbeiter der OSZE die Sicherheitsgarantien unmittelbar von den bewaffneten Formationen.

Behinderung der Beobachter
Derzeit sind fast 700 OSZE-Beobachter in der Ukraine im Einsatz. Nach Aussage von Hug hofft man, diese Zahl bis zum Auslaufen des gegenwärtigen Mandats Ende März auf 800 steigern zu können. Dann muss der Ständige Rat der OSZE über die Verlängerung der Mission entscheiden. In der Vergangenheit waren die Beobachter von beiden Seiten immer wieder bei ihrer Arbeit behindert worden. Im Jahr 2017 registrierte die OSZE 2422 solcher Fälle. 17 Mal wurden die Beobachter direkt mit Waffengewalt bedroht.

Die Machthaber in Moskau sind nicht unschuldig an dieser Eskalation, denn sie beliefern die Terroristen mit Gerät und Munition. Dazu haben sie noch eigene Truppen in der Ostukraine stationiert.
Mit diesen Scharmützeln halten sie das Feuer am Köcheln. Die Leidtragenden sind die Zivilisten, die zum Teil zu alt sind um dem Inferno zu entrinnen, denn verlassen sie ihr Heim, so wissen sie nicht, was damit geschieht.
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Ist Russland noch zu helfen??? 16 Jan 2018 17:52 #35760

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UNESCO veröffentlichte ihre Angaben über Sprachen, die am Rande des Verschwinden sich befinden.
Kurz: Im RU 136 Sprachen befinden sich in Risikozone. 20 von diesen Sprachen gelten schon, als Verschwunden. 22 sind am Rande des Verschwinden.
Es gibt eine Karte, wo alles schön ohne Worten sehen kann.

UNESCO Interactive Atlas of the World’s Languages in Danger
The online edition of the Atlas is complementary to the print edition It does not reproduce the regional and thematic chapters of the print version, but it offers additional information on the listed endangered languages. Via this interface, you can browse through them, using combinations of search criteria and/or zooming in the map below (see Browsing functionnalities ). For more detailed information, please consult the Languages mapping , Contribute your comments and FAQ pages.


For remarks on a specific language, please use the in-built forms ('submit a comment' tab) of the Interactive Atlas. If you wish to suggest an endangered language to be included in the Atlas, please fill in this form.

For more general comments, please email atlas_AT_unesco.org.
The designations employed and the presentation of material in this Atlas do not imply the expression of any opinion whatsoever on the part of UNESCO concerning the legal status of any country, territory, city or area or of its authorities, or concerning the delimitation of its frontiers or boundaries.


The interactive online edition of the UNESCO Atlas of the World’s Languages in Danger is complementary to the print edition and may be cited as:

Moseley, Christopher (ed.). 2010. Atlas of the World’s Languages in Danger, 3rd edn. Paris, UNESCO Publishing. Online version: www.unesco.org/culture/en/endangeredlanguages/atlas
www.unesco.org/languages-atlas/index.php
Letzte Änderung: 16 Jan 2018 17:58 von Rosinchen.
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Ist Russland noch zu helfen??? 16 Jan 2018 20:22 #35761

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Vielvoelkerstaaten , viele Sprachen. Kleine Voelker werden assimiliert, Sprache und Kultur werden nicht mehr gepflegt oder sterben aus. Da bildet Russland keine Ausnahme. Bei uns verschwindet das Sorbisch auch langsam aber stetig. In den USA sind laut Link 191 Sprachen gefährdet.
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Ist Russland noch zu helfen??? 17 Jan 2018 00:12 #35762

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tartu schrieb:
Vielvoelkerstaaten , viele Sprachen. Kleine Voelker werden assimiliert, Sprache und Kultur werden nicht mehr gepflegt oder sterben aus. Da bildet Russland keine Ausnahme. Bei uns verschwindet das Sorbisch auch langsam aber stetig. In den USA sind laut Link 191 Sprachen gefährdet.

Tartu, die kleine Völker auf der Territorium vom "RU" sind aber ZUHAUSE, sie sind keine Aussiedler oder Auswanderer. Das ist, wie Weißrussland...oder fast in der Ukraine geschehen dank erfolgreicher Sowjetspolitik.
Dagegen, Aussidler und Co. ...Ihre Sprachen leben weiter, auf den wahren Territorien ihren Völker.
Letzte Änderung: 17 Jan 2018 00:14 von Rosinchen.
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Ist Russland noch zu helfen??? 17 Jan 2018 10:29 #35767

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Meine ganz persoehnliche meinung.Ich wuerde es schoen finden wenn es auf der ganzen Welt nur eine Sprache gebe.Die meisten Missverstaendnisse entstehen nun mal weil man sich nicht versteht.Viele Dinge lassen sich einfach nicht uebersetzen.Die stehen zwischen den Zeilen und verlieren bei einer Uebersetzung ihren Sinn.
Selbstverstaendlich sollte die Kultur der einzelnen Voelker bewahrt werden.mit Esparanzo wurde da ja mal ein Versuch unternommen.Der ist aber gescheitert.
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Ist Russland noch zu helfen??? 17 Jan 2018 11:33 #35768

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Im benachbarten Elsass ist die deutsche Sprache inzwischen auch praktisch ausgestorben. Vor 40 Jahren haben die meisten Leute dort deutsch gesprochen, oft mit einem starken hochalemannischen Akzent. Inzwischen sprechen sie es nur noch als Fremdsprache mit entsprechendem französischen Akzent. Auch haben praktisch alle jüngeren Leute französische Vornamen, obwohl die meisten noch deutsche Nachnamen haben.
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Ist Russland noch zu helfen??? 18 Jan 2018 09:12 #35778

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Nicht nur die Ukraine hat ein HIV-Problem. In der Russischen Föderation ist es noch schlimmer.
Das Hauptproblem aus meiner Sicht: Die Regierung und die Kirche stellen sich tot. Das ist ja ähnlich mit der Homosexualität. Viele glauben diese Menschen seien nur exzentrisch und komme nur bei Männern vor. Dass es homosexuelle Frauen gibt, wollen sie nicht glauben.

Russlands Aids-Epidemie ist ausser Kontrolle

Jeden Tag sterben in Russland 80 Personen an Aids, weil das Gesundheitssystem versagt und der politische Wille zum Kampf gegen die Epidemie fehlt. Teilweise behindert der Kreml die Aktivisten sogar.

NZZ Ivo Mijnssen, Moskau

Als Andrei Norow an seinem 25. Geburtstag erfuhr, dass er HIV-positiv war, wollte er zunächst nicht mehr aufstehen. «Ich lag einfach am Boden und sagte allen, sie sollen mich in Ruhe lassen.» Das war vor zwei Jahren, und obwohl HIV aus medizinischer Sicht kein Todesurteil mehr bedeutet, ist es dies in Russland viel zu oft trotzdem. Die Aids-Epidemie im Land ist im Gegensatz zu allen anderen entwickelten Ländern ausser Kontrolle. Politische Gleichgültigkeit, ein versagendes Gesundheitssystem, gesellschaftliche Vorurteile und die Ächtung der Betroffenen begünstigen diese Entwicklung. Norow suchte damals aber vor allem eines – eine Anlaufstelle mit den nötigen Informationen und einfach einen «freundlichen Ort», wie er sagt.

Er fand ihn erst nach langem Suchen im Aids-Zentrum in Moskau, und er beschloss, dort aktiv zu werden: «Ich will damit erreichen, dass niemand mehr die gleiche Erfahrung machen muss wie ich», erklärt er sein Engagement. Heute geht es ihm dank Medikamenten gesundheitlich gut, und er ist der künstlerische Direktor des Zentrums. In dieser Funktion ist er massgeblich für dessen Atmosphäre verantwortlich.

Es war Norows Idee, eine ganze Wand mit einem Bild des amerikanischen Künstlers Keith Haring zu bemalen. Haring, der 1990 selber an Aids starb, ist eine Ikone der Bewegung gegen die Krankheit. Drei gelbe Figuren, die sich Ohren, Mund und Augen zuhalten angesichts der Epidemie, schauen nun vor einem orangen Hintergrund auf den Versammlungsraum des Zentrums, das in einem hippen Quartier Moskaus steht. Davor treffen sich jede Woche Dutzende von Infizierten – in Selbsthilfegruppen, zum Yoga, zur Kunsttherapie, für Vorträge. Ausserdem betreibt das von einem Fernsehjournalisten gegründete Zentrum eine Hotline für Hilfesuchende und leistet primär im Internet Aufklärungsarbeit.

80 Tote pro Tag
Diese ist auch dringend nötig, denn heute ist fast ein Prozent der Bevölkerung mit HIV infiziert. Das sind mehr als eine Million Russinnen und Russen. Alleine im ersten Halbjahr 2017 erlagen 14 631 Personen der Krankheit, das sind 80 pro Tag – eine Zunahme um 14 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Seit dem ersten Fall 1987 sind mehr als eine Viertelmillion ums Leben gekommen. Sie sterben, weil sie keinen Zugang zu Medikamenten und Betreuung haben oder die Ratschläge der Ärzte nicht befolgen. In Teilen Südrusslands, des Urals und Sibiriens ist die Krankheit zu einem Gesundheitsnotstand geworden.

«Leider ist die Stigmatisierung dieser Menschen in der russischen Gesellschaft tief verankert», seufzt Elena Dolschenko. Sie betreibt die Website des Aids-Zentrums. Aids gelte noch immer als Krankheit der Drogenabhängigen und der Homosexuellen. «Aber es ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen», erklärt Dolschenko: 2017 erfolgte erstmals die Mehrheit der Neuansteckungen durch sexuellen Kontakt zwischen heterosexuellen Personen. Diese machen 40 Prozent aller HIV-Positiven aus. 55 bis 60 Prozent aller Infizierten haben sich beim Drogenkonsum angesteckt, weniger als 2 Prozent durch sexuellen Kontakt unter Homosexuellen.

Die Drogensüchtigen sterben am häufigsten, befinden sie sich doch in einem Teufelskreis aus Krankheit, sozialer Marginalisierung und ungesundem Lebenswandel. Dazu kommt politischer Unwille: So lehnt die russische Regierung aus antiwestlichen Vorurteilen Methadon-Programme ab, die in anderen Ländern zu einer Eingrenzung des Aids-Problems geführt hatten. Seit 2009 wurde auch die Zahl der Abgabestellen für saubere Nadeln von 80 auf 10 reduziert. Diese liegen zudem in einigen wenigen grossen Städten.

«Tropfen auf den heissen Stein»
Die Regierung scheint nicht willens, der Epidemie zu begegnen. Laut Wadim Pokrowski, dem führenden Spezialisten und Direktor des staatlichen Föderalen Aids-Zentrums, erhält nur etwa ein Viertel der Kranken Medikamente. Zwar hat Ministerpräsident Dmitri Medwedew im April eine Erhöhung der Ausgaben zur Bekämpfung um umgerechnet 68 Millionen Franken angekündigt. Davon profitieren aber laut Pokrowski nur etwa 60 000 Personen – «ein Tropfen auf den heissen Stein». Zudem waren die staatlichen Mittel erst 2016 im Rahmen eines Sparprogramms gekürzt worden.

Gegen Kritik geht der russische Staat hingegen resolut vor. So entzog das Gesundheitsministerium im Juni dem Föderalen Aids-Zentrum unter fadenscheinigen Gründen die Mittel – kurz nachdem Pokrowski den ungenügenden Kampf gegen die Epidemie beklagt hatte. Auch Nichtregierungsorganisationen stossen auf immer mehr Hindernisse. Verschiedene von ihnen mussten ihre Arbeit einstellen, nachdem sie sich aufgrund eines 2012 erlassenen Gesetzes als «ausländische Agenten» hatten registrieren lassen müssen. Zudem klagen Aktivisten über unzumutbare Einschränkungen bei der Aufklärungsarbeit: So dürfen sie keine Minderjährigen ansprechen, da dies gegen das 2013 eingeführte Gesetz gegen die Propagierung «nichttraditioneller sexueller Beziehungen» verstiesse. Offizielle Programme setzen hingegen ausschliesslich auf Abstinenz und eheliche Treue.

In diesem Informationsvakuum blühen Verschwörungstheorien und pseudowissenschaftliche Erklärungen, denn Russlands Aids-Krise ist auch eine gesellschaftliche Vertrauenskrise. So erklärte eine Duma-Abgeordnete jüngst vor laufenden Kameras, Kondome seien nur in 38 Prozent der Fälle wirksam. Zudem sorgt das Phänomen der im Internet sehr aktiven Aids-Leugner für Schlagzeilen: Ende August starb in St. Petersburg ein kleines Mädchen an der Krankheit. Seine Eltern wussten, dass die Mutter es angesteckt hatte, liessen aber keine Behandlung zu, weil sie nicht an die Krankheit glaubten.

Immerhin habe dieser tragische Fall dazu geführt, dass einige Leute ihre Vorurteile über Aids hinterfragten, meint Elena Dolschenko. Er habe der Krankheit ein Gesicht gegeben. Sie hofft, dass nun eine breitere gesellschaftliche Diskussion in Gang kommt – über die Diskriminierung gerade auch Homosexueller sowie über sexuelle Gewalt gegen Frauen, die ein wichtiger Faktor bei der Übertragung des Virus ist. Klar ist für die Aktivistin aber auch, dass dafür ein Impuls von oben zentral wäre: «Präsident Wladimir Putin hat in mehr als 17 Jahren nicht ein einziges Mal über das Thema Aids gesprochen», erklärt Dolschenko. «Dabei wäre das so wichtig, um der Bekämpfung der Epidemie Aufmerksamkeit und die notwendigen Ressourcen zu geben.»
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Ist Russland noch zu helfen??? 18 Jan 2018 16:03 #35782

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Vom Rollmops bis zum Djubel

Hallo,

ich habe meinen Spaß gehabt auf dieser Seite: kscheib.de/8470-2/

Gruß nobody
слава украине - es lebe die Ukraine - Слава Україні

Ukrainer Forum auch auf Facebook: www.facebook.com/pages/Ukrainer-Forum/201922826640205
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Ist Russland noch zu helfen??? 19 Jan 2018 11:33 #35786

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nobody schrieb:
Vom Rollmops bis zum Djubel

Hallo,

ich habe meinen Spaß gehabt auf dieser Seite: kscheib.de/8470-2/

Gruß nobody

Ich auch.
Wir dürfen nicht vergessen, dass Katharina die Grosse eine Deutsche war. Sie brachte die dt. Sprache und die Neuzeit nach Russland. Nur die kyrillische Schriftweise hindert uns als Westler sofort das Pendant zum Deutschen oder Französischen zu entdecken. Erst beim Sprechen hören, fällt es uns auf. Nur wird es manchmal ganz "komisch", also nicht mit dt. Akzenten ausgesprochen.
Das viel verwendete Wort Schlagbaum (bedeutet Schranke) wurde, glaube ich, nicht aufgeführt. Beim Butterbrot muss ich immer grinsen, denn es bedeutet nicht Sandwich, wie wir glauben könnten, sondern etwas zwischendurch zu essen zum Bsp ein Stück Torte.

Diese dt Wörter bestehen schon sehr lang in der russischen Sprache, nicht so wie das Neuenglisch, das wir in Deutschland höre. Da stosse ich mich an Lokation, Ausgesprochen Lokaischen. Das ist aber kein typisch englisches Wocht, es kommt aus dem Französischen, welches die englische Sprache übernommen hat.
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Ist Russland noch zu helfen??? 24 Jan 2018 00:00 #35821

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Nach diesem humoristischem Ausflug in die Sprache, für den ich mich bedanke, leider ein betrübliches Thema:

Ukraine Journal
22.01.2018 - 19:39Uhr

Russischer Journalist: Krieg ist für den Kreml das einzige Instrument der Einflussnahme auf die Innenpolitik geworden

Laut dem russischen Militärjournalisten und Buchautoren Arkadi Babtschenko, ist Krieg für den Kreml das einzige Instrument der Einflussnahme auf Russlands Innenpolitik geworden.
"Die Ukraine ist das Ziel Nr.1. Syrien hat nicht funktioniert. Die Menschen verstehen besser [das Konzept von] "Bandera tötet Russen", sagte Babtschenko gegenüber dem sozialpolitischen Onlinemagazin "Realist-Online".
Laut dem Journalisten ist ein großer Krieg zwischen der Ukraine und Russland "unvermeidlich", die einzige Frage sei, wann dieser beginnen wird. Babtschenko glaubt, dass dieser Krieg, entweder durch eine Krise des russischen Regimes, oder einen Zusammenbruch der russischen Wirtschaft verursacht werden wird.
Gleichzeitig stellt der Journalist fest, dass dies nicht in naher Zukunft geschehen wird, da Russlands durch den "Ölhandel erworbener Reichtum für die kommenden Jahrzehnte ausreichend sein könnte".
"Ein großer Schock, viel vergossenes Blut - das ist nötig, um alles zu ändern. Deutschland wurde in den 1930er Jahren wahnsinnig. Deutschland wurde geheilt, aber der Zweite Weltkrieg wurde dafür benötigt. Japan wurde geheilt, als zwei seiner Städte ausgelöscht wurden. Russland wird ebenfalls geheilt werden, aber auch diese Heilung wird schmerzhaft sein", so der russische Journalist.

www.ukraine-journal.de/russischer-journa...flussnahme-geworden/

Da kann ich nur sagen: Armes Russland (Man könnte aus der Geschichte lernen und es
wäre doch viel schöner mit z.B. einem Ukrainer ein Glas Wodka zu trinken - nur 1 oder 2)

Ukraine Journal
22.01.2018 - 14:17Uhr | Ukraine-Aktuell

Poroschenko: Russland benutzt die gleichen Methoden des hybriden Krieges wie vor hundert Jahren

Präsident Petro Poroschenko nahm am Montag, 22. Januar, an der feierlichen Eröffnung der Ausstellung im ukrainischen Haus teil, die dem 100. Jahrestag der Verkündung der Unabhängigkeit der Ukrainischen Volksrepublik gewidmet ist.
In einer kurzen Rede zog der Präsident erneut die Parallelen zwischen den heutigen Ereignissen und Ereignissen der ukrainischen Revolution in den Jahren 1917-1921.
"Ich möchte jeden daran erinnern, dass Russland damals die gleichen Methoden des hybriden Krieges gegen den ukrainischen Staat angewandt hat wie heute. Schaut: das damalige Russland hat in einer offiziellen Erklärung die Anwesenheit seiner Truppen auf dem Territorium der Ukrainischen Volksrepublik bestritten. Dann kam die Schaffung von Marionetten prorussischen "Republiken". Russlands finanzielle und bewaffnete Unterstützung der sogenannten Rebellenbewegungen ... Aber heute sind wir viel stärker, viel integrierter, viel erfahrener ", sagte das Staatsoberhaupt.
Am 22. Januar 1918 erklärte die Ukraine zum ersten Mal im 20. Jahrhundert die Unabhängigkeit. Die Ukrainische Volksrepublik währte drei Jahre. Während dieser Zeit schuf und genehmigte die Ukraine die Staatsgrenze, Geld, Sprache, Symbolik und eine fähige Armee.
An ihrem ersten Jahrestag der Unabhängigkeit, am 22. Januar 1919, nahm die UPR die Verabschiedung des Zluka-Gesetzes aus der Westukrainischen Volksrepublik zur Kenntnis.
In diesem Zusammenhang feiert die Ukraine zwei wichtige historische Ereignisse: die erste Verkündigung der Unabhängigkeit der Ukraine, und den Tag der Einheit.

www.ukraine-journal.de/poroschenko-russl...-vor-hundert-jahren/

Rede von Poroschenko auf YouTube: www.youtube.com/embed/cquqml1Pjg4 (01:02)
Letzte Änderung: 24 Jan 2018 00:48 von stephan.r.
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Ist Russland noch zu helfen??? 28 Jan 2018 19:29 #35845

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Der russische Oppositionelle Nawalny ist auf einer von ihm organisierten Kundgebung in Moskau festgenommen worden. Landesweit blieb er nicht der einzige - ein Bürgerrechtsportal spricht von mindestens 250 Festnahmen.
www.tagesschau.de/ausland/nawalny-199.html
Letzte Änderung: 28 Jan 2018 19:30 von tartu.
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Ist Russland noch zu helfen??? 30 Jan 2018 11:08 #35856

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Zoll schaut Russen bei großen Einkäufen im Ausland über die Schulter

Der russische Zoll verfügt über eine neue Fahndungsmethode, die die Arbeit der Grenzbeamten, die Kontrolle über den Transport von Waren nach Russland, erleichtert. Seit Ende letzten Jahres informiert das Tax-Free-System die Zollbehörden automatisch über teure Einkäufe von Russen im Ausland. Im Zuge dieser Kooperation verbesserte sich gleichfalls die Zusammenarbeit mit ausländischen Strafverfolgungsbehörden, schreibt die Zeitung Wedomosti unter Bezug auf einen Vollzugsbeamten.

Zollbeamte konnten seit Dezember 2017 mehrere Dutzend Versuche vereiteln, teure Uhren, Kleidung, Schmuck und Accessoires steuerfrei über die Grenze zu schmuggeln. Russland erlaubt seinen Bewohnern und Gästen, Dinge im Gesamtwert von bis zu 10.000 Euro zu importieren. Wenn die Gesamtkosten der Einkäufe diesen Betrag übersteigen, wird eine Strafgebühr von 30 Prozent fällig. Je nach Gesetzüberschreitung drohen zusätzlich eine Geldbuße, die Beschlagnahme von Waren oder ein Strafverfahren.

Das Tax-Free-System ermöglicht seit dem 1. Januar 2018 ebenso die von der Duma beschlossene Mehrwertsteuer-Erstattung von 18 Prozent an ausländische Touristen. Bei Einkäufen ab 10.000 Rubel kann die Mehrwertsteuer bei der Ausreise erstattet werden.

Wow 10'000 € gebührenfrei einführen. Das ist grosszügig.
Dagegen erst 10'000 RUB Rückerstattung der MwSt bei der Ausführ, das ist mickerig.
Russland hat einen MwSt-Satz von 18%, D 19%, Schweiz 7,7% schöne Diskrepanzen

Ich erreiche diese Zahlen nie, denn was sollte ich ausführen wollen.
So eine alte Ikone würde mir gefallen, aber die Ausfuhr von Antiquitäten sind verboten.
Das erlebte letzthin ein Deutscher, der ein altes Buch gekauft hatte. Es wurde konfisziert und ihm eine happige Strafe aufgebrummt. Schon mein geschenktes Jagdmesser verursachte mir einiges Kopfzerbrechen. Schlussendlich kam es wohlbehalten bei mir zu Hause an und hängt jetzt an der Wand.
Die Schweiz erlaubt nur 300 sfr bei der Einfuhr.
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Ist Russland noch zu helfen??? 30 Jan 2018 21:49 #35862

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Die Presse
30.01.2018 um 10:52

Russischer Jet fliegt nur 1,5 Meter an US-Flugzeug vorbei
Ein russischer Kampfjet fängt ein US-Beobachtungsflugzeug über dem Schwarzen Meer ab. Das Pentagon wirft Moskau vor, internationale Vereinbarungen zu missachten.

Das US-Militär hat der russischen Luftwaffe ein "unsicheres" Manöver über dem Schwarzen Meer vorgeworfen. Der russische Su-27 Kampfjet sei nur fünf Fuß (1,5 Meter) an dem Flugzeug der US Navy vorbei geflogen, sagte das US-Außenministerium. Die Maschine vom Typ EP-3 habe sich im internationalen Luftraum befunden und sei nicht in russisches Territorium eingedrungen. Aufgrund des russischen Manövers habe das Flugzeug seinen Aufklärungsflug beenden müssen.

Mit einem Link zum CNN-Artikel


diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik...656c999a52227d75e373


Das nenn ich doch russische Präzisionsarbeit!
Letzte Änderung: 30 Jan 2018 21:51 von stephan.r.
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Ist Russland noch zu helfen??? 30 Jan 2018 21:58 #35863

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Keine neuen Russland-Sanktionen

Die von den USA veröffentlichte Liste der mächtigsten Russen hat in Moskau erboste Reaktionen ausgelöst. Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Regierung Trump den Kreml sanft anfasst.
www.nzz.ch/international/keine-neuen-rus...anktionen-ld.1352753
Letzte Änderung: 30 Jan 2018 21:59 von tartu.
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Ist Russland noch zu helfen??? 01 Feb 2018 18:14 #35887

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Berliner Osteuropa-ExpertenSeite gefällt mir
30. Januar um 18:50 ·
Ein amerikanisches Gericht hat 25 Angehörigen von Opfern des abgeschossenen Flugzeuges MH-17, darunter zehn Niederländern, jeweils 20 Millionen Dollar als Entschädigung zugesprochen. Die Gesamtsumme beträgt damit 500 Millionen Dollar. Zu der Strafzahlung wurde der russische Geheimdienstoffizier Igor Girkin verurteilt, der unter seinem Kampfnamen "Strelkow" in der Anfangszeit der russischen Invasion im Donbass Aufsehen erregte.

Die Kläger und ihr Anwalt sehen das Urteil vor allem als symbolisch an. Girkin war bei der Verhandlung nicht anwesend, an seiner offiziellen Wohnadresse in Moskau wurde er nicht angetroffen. Eine reelle Chance, die im Urteil genannten Summen jemals von Girkin zu erhalten, wird daher nicht gesehen.

Über das Urteil hat zuerst der niederländische Fernsehkanal ZEMBLA berichtet. Originalbericht:
zembla.bnnvara.nl/…/miljoenen-schadevergoeding-voor…

"A group of MH17 victims' relatives won a lawsuit in a United States court which entitles them to hundreds of millions of dollars in damages, television program Zembla reports based on court documents. A total of 25 surviving relatives, including 10 Dutch, took part in this lawsuit filed against Igor Girkin, a leader among pro-Russian separatists in Ukraine. The American court ruled that each surviving relative in the lawsuit is entitled to 20 million dollars in compensation.

Girkin was not present at the lawsuit, and he could not be found at his home address in Moscow, according to Zembla. The chance of the relatives getting the damages they are entitled to is therefore very small."

nltimes.nl/…/mh17-relatives-entitled-millions-damag…
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Ist Russland noch zu helfen??? 02 Feb 2018 09:54 #35891

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Russische Hysterie . . . .
Diese paar Leute wurden sicherlich nicht grundlos verhaftet wie in der Türkei.

Moskau gibt Reisewarnung heraus
2. Februar 2018

Das russische Außenministerium hat eine Reisewarnung für die Bürger des Landes herausgegeben.

Sie könnten bei Auslandsreisen auf Betreiben der USA festgenommen werden, erklärte das Ministerium in Moskau. Seit Anfang 2017 seien mehr als zehn russische Staatsbürger unter Mitwirkung von US-Behörden im Ausland verhaftet worden - unter anderem in Spanien und Lettland. Laut der Nachrichtenagentur Reuters haben die USA im vergangenen Jahr ihr Vorgehen gegen angebliche russische Cyber-Kriminalität massiv verstärkt.
Mein Schatz stammt aus Astrakhan, einer Ukrainerin mit russ. Pass.
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Ist Russland noch zu helfen??? 02 Feb 2018 10:14 #35892

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Der Stern: Seuche kaum einzudämmen
Rasanter Anstieg der Afrikanischen Schweinepest
Greifswald - Insel Riems - An der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verenden in Ländern östlich von Deutschland immer mehr Wild- und Hausschweine.

Auf Parkplätzen an der Autobahn A19 in Mecklenburg-Vorpommern warnen Aushänge des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vor der Afrikanischen Schweinepest.

An der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verenden in Ländern östlich von Deutschland immer mehr Wild- und Hausschweine.

Im Jahr 2017 wurden in Polen, Tschechien, Rumänien, der Ukraine und den drei baltischen Staaten insgesamt 4140 Fälle gemeldet, im Januar 2018 allein 759 Fälle. Diese Zahlen ließen darauf schließen, dass die Entwicklung nichts an Dynamik verloren habe, sagte der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts für Tiergesundheit, Thomas Mettenleiter, der Deutschen Presse-Agentur.

2014 wurden in diesen sieben Staaten insgesamt nur 304 Fälle gemeldet. Seit 2015 beobachten die Experten von Jahr zu Jahr eine Verdoppelung der Fälle. «Wir gehen davon aus, dass sich der Erreger inzwischen in Litauen, Lettland, Estland und in Ostpolen in der Wildschweinpopulation endemisch und damit dauerhaft etabliert hat», sagte er. Dabei werde das Virus innerhalb der Population an immer neue Tiere weitergegeben. Auch Russland meldet Schweinepest-Fälle. Für Weißrussland gehen Experten fest von Erkrankungen aus, erhalten aber keine belastbaren Zahlen.

Mettenleiter sieht derzeit keine Hinweise darauf, dass sich die Krankheit, gegen die es keinen Impfstoff gibt, in den Infektionsgebieten tot läuft. Zwar erkrankten im Vergleich zur Maul- und Klauenseuche deutlich weniger Tiere an der Afrikanischen Schweinepest. Der ASP-Erreger halte sich aber in infizierten Kadavern sehr lange, so dass sich daran dann wiederum Artgenossen infizieren, die ihn dann weitergeben. «Im Wildbestand die Seuche zu kontrollieren, wird uns auf absehbare Zeit nicht gelingen», zeigte sich Mettenleiter überzeugt.

Nach Angaben des Tierseuchenfachdienstes «Radar Bulletin», das die internationale Lage und Ausbreitung der Tierseuche beschreibt, entstand im Norden Polens neben den bekannten Infektionsgebieten um Warschau und an der Grenze zu Russland im Januar ein neuer Infektionsherd, der in Verbindung zu einem Ausbruch im russischen Gebiet Kaliningrad steht. Dieser Herd liegt nur 400 Kilometer von Deutschland (Mecklenburg-Vorpommern) entfernt.

Wie schwierig die Eindämmung der Seuche ist, zeigt sich im tschechischen Zlin. Das Vorgehen der tschechischen Behörden mit der Einrichtung von drei Bekämpfungszonen gilt als vorbildhaft und «Blaupause» für deutsche Behörden. Dennoch waren im Gebiet um Zlin im Januar zehn infizierte Wildschweine außerhalb des 58 Quadratkilometer großen eingezäunten ASP-Kerngebietes gefunden worden. Es müsse nun genau beobachtet werden, ob diese Funde zu einer Ausbreitung der Infektion führen, sagte Mettenleiter. Das Gebiet liegt nur 300 Kilometer von der Grenze zu Bayern und Sachsen entfernt.

Die Fälle in Zlin zeigten, dass es eine hundertprozentige Kontrolle trotz der eingesetzten Elektro- und Duftzäune nicht gebe, sagte Mettenleiter. «Straßen und Dörfer können nicht hermetisch abgeriegelt werden». In Polen ist mit 312 Fällen im Januar der am stärksten betroffene EU-Staat.

Die Fachleute sehen als größte Gefahr für die Einschleppung der Seuche nach Deutschland immer noch den Menschen und nicht die Übertragung von Tier zu Tier. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit bei der Tier-zu-Tier-Übertragung betrage 15 bis maximal 30 Kilometer pro Jahr, sagte Mettenleiter. Wie aber die Ausbreitung in Russland zeige, könne der Erreger in kontaminierten Schweineprodukten schnell Sprünge von über 1000 Kilometern absolvieren.

«Die Infektion ist eine reale und ernste Bedrohung für Deutschland», sagte Mettenleiter. Aber Aussagen, denen zufolge das Auftreten der Seuche in Deutschland nur noch eine Frage des Wanns und nicht des Obs sei, stimme er nicht zu. «Tierseuchen lassen sich nicht voraussagen.» Schweinehalter sollten die Zeit nutzen, ihre Ställe zu sichern. Ein Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest wird nach Einschätzung des FLI auch auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung stehen. Daher können ausschließlich hygienische Maßnahmen und die Reduktion der Wildschweinbestände zur Vorbeugung und Bekämpfung eingesetzt werden.

Bis vor kurzem behaupteten die russ. Veterinäramter die afr. Schweinepest käme aus Europa und verhängten deswegen Einreisesperren für Schweinefleisch.
Nun geben sie zu, dass in ihrem Riesenland die Schweinepest grassiert.
Nur Weissrussland schweigt sich aus. Das erinnert mich irgendwie an die Aussagen der Verantwortlichen aus Frankreich nach dem Unglück in Tschernobyl.

Westeuropa wird sich vor dieser Infektionsausbreitung kaum richtig schützen können. Die einzige Möglichkeit sind Isolierung der Schweinezuchtbetriebe und Massenabschlachtungen der Wildschweine entlang der Grender der ehemaligen Ostblockländer.
Das ganze auf uns zukommende Desaster zeigt aber auch auf, dass wir unseren Fleischkonsum zurückfahren sollten. Dadurch verkleinern sich die Absatzmöglichkeiten der Mastbetriebe, was automatische den Schweinebestand verkleinert. Es dreht sich halt alles um das liebe Geld.
Zum Glück bin ich keine Schweinezüchter, denn sonst würde ich sicherlich anders reden . . . . . .
Mein Schatz stammt aus Astrakhan, einer Ukrainerin mit russ. Pass.
Letzte Änderung: 02 Feb 2018 10:19 von Agence.
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