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THEMA: ....und wer zahlt für die Ukraine?

....und wer zahlt für die Ukraine? 08 Jul 2014 01:59 #16666

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Russland und der Westen kämpfen um eines der ärmsten und korruptesten Länder in Europa. Eine Kosten-Nutzen-Analyse.

... und wer zahlt für die Ukraine?In der oft ideologisch geführten Ukraine-Debatte werden wichtige Fakten übersehen oder verschwiegen. Zum Beispiel: Eine politisch im Westen integrierte und wirtschaftlich von Russland abgekoppelte Ukraine hätte Kosten zur Folge, welche die EU und der Internationale Währungsfond (IWF) nicht bereit wären zu finanzieren.

Oder der umgekehrte Fall: Eine nicht mehr von westlicher Hilfe unterstützte, wieder von Moskau beherrschte Ukraine könnte die russische Wirtschaft nicht verkraften. Mit anderen Worten, Russland am wirksamsten bestrafen würde der Westen, wenn er die gesamte Ukraine Moskau überlassen würde.

Das sind Schlussfolgerungen einer Analyse der bekannten Washingtoner Denkfabrik Brookings Institution. Die Studie «Beyond the Sanctions: Russia, the West, and Ukraine» (www.brookings.edu) stellt die entscheidende Frage: Wieviel kostet es, um die bankrotte Ukraine zu stabilisieren, und welche Seite ist bereit, für welche Ukraine wieviel zu bezahlen?


weiter:
www.expresszeitung.ch/redaktion/geopolit...hlt-fuer-die-ukraine
Letzte Änderung: 08 Jul 2014 02:02 von tartu.
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....und wer zahlt für die Ukraine? 08 Jul 2014 15:33 #16673

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Im allgemeinen stimme ich dieser Analyse zu.

Kann sich aber ein Land fast nur mit Hilfe des Exportes von Kriegsgütern über Wasser halten? Das ist die grosse Frage.
Überall wird gefordert die Kriegswaren-Exporte zurück zu schrauben. Nur der NATO-Sekretär verlangt gegenwärtig eine Aufstockung der Militärausgaben.
In einem friedlichen Europa wäre ein Abbau der Militärausgaben eine gute Idee, denn mit Militärausgaben werden Gelder verprasst, die anderswo gescheiter ausgegeben werden könnten. Leider hat die Regierung der RF diesen langandauernden Frieden gebrochen.

Es stellt sich auch die berechtigte Frage, ob die Ukraine ihre Kriegsgüter in den Westen exportieren könnte. Das wage ich zu bezweifeln, denn in der Technologie hinkt die RF dem Westen seit vielen Jahren hinterher. Sie macht mit Fussvolk dieses Manko wett.

So wurden die Atomreaktoren Typ Tschernobyl (sog. Graphitreaktoren) nicht hauptsächlich zur Stromproduktion gebaut, sondern zur Plutoniumgewinnung für atomare Flugkörper. Dabei wurde bewusst in Kauf genommen, dass diese Reaktoren bei einer Fehlmanipulation in die Luft fliegen können und ganze Landstriche damit verseucht würden. Der Mensch zählte bei diesen Überlegungen nicht. Der Mensch war nur Mittel zum Zweck. Solche Atommeiler sind in der RF noch in Betrieb und gefährden immer noch ganze Regionen.
Da sind Z. Bsp. die Anlagen von Sosnovy Gor (St. Petersburg) zu nennen, welche ein grosses Risiko für Estland und Finnland darstellen.
Die Anlage von Tschernobyl ist zum Glück nicht mehr in Betrieb, gefährdet aber immer noch für unendliche Zeit ganze Landstriche der Ukraine.

Deutschland wäre nicht das heutige Deutschland, wenn es nicht nach Kriegsende mit Hilfe des Marshallplanes wieder auf die Füsse gestellt worden wäre. Das deutsche Volk ist aber nicht zu vergleichen mit dem ukrainischen Volk. Die Germanen sind Arbeitsmenschen und waren gewohnt hart zu arbeiten, darum frage ich mich, ob ein Marshallplan der Ukraine helfen könnte wieder auf die Beine zu kommen, nach dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe. Die Zeit ist auch nicht mehr die Gleiche. Man kann 1945 nicht mit 2014 vergleichen. Die Welt hat sich in diesen Jahren total verändert.

Bei all diesen Überlegungen dürfen nicht nur wirtschaftliche Faktoren ins Feld geführt werden, wie bei dieser Studie, sondern auch die Menschlichen. Ich finde, der Ukraine sollte die Möglichkeit gegeben werden, zu beweisen, dass sie in der Lage ist sich mit Hilfe einer Westunterstützung aus dem Schlamassel zu ziehen so wie das andere Staaten auch können. Was sicher ist, das ukrainische Volk wird noch viele Opfer bringen müssen, bis geerntet werden kann.
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....und wer zahlt für die Ukraine? 08 Jul 2014 16:54 #16675

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Agence schrieb:
I

Das deutsche Volk ist aber nicht zu vergleichen mit dem ukrainischen Volk. Die Germanen sind Arbeitsmenschen und waren gewohnt hart zu arbeiten, ...

Also m.M.n. stimmt das so nicht, ich habe in der Ukraine viele Menschen kennen gelernt für die es normal war 10-12 Stunden täglich zu arbeiten und das 6 Tage die Woche.
In Deutschland kenne ich solche Menschen zwar auch, aber doch deutlich weniger.
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....und wer zahlt für die Ukraine? 08 Jul 2014 17:37 #16678

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Agence schrieb:
...Die Germanen sind Arbeitsmenschen und waren gewohnt hart zu arbeiten, darum frage ich mich, ob ein Marshallplan der Ukraine helfen könnte wieder auf die Beine zu kommen, nach dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe...

wut)

Leider muss ich wieder einmal feststellen das du Null Ahnung hast was in der Ukraine abgeht...
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....und wer zahlt für die Ukraine? 08 Jul 2014 17:51 #16679

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tartu schrieb:
Russland und der Westen kämpfen um eines der ärmsten und korruptesten Länder in Europa. Eine Kosten-Nutzen-Analyse.

... und wer zahlt für die Ukraine?In der oft ideologisch geführten Ukraine-Debatte werden wichtige Fakten übersehen oder verschwiegen. Zum Beispiel: Eine politisch im Westen integrierte und wirtschaftlich von Russland abgekoppelte Ukraine hätte Kosten zur Folge, welche die EU und der Internationale Währungsfond (IWF) nicht bereit wären zu finanzieren.

Oder der umgekehrte Fall: Eine nicht mehr von westlicher Hilfe unterstützte, wieder von Moskau beherrschte Ukraine könnte die russische Wirtschaft nicht verkraften. Mit anderen Worten, Russland am wirksamsten bestrafen würde der Westen, wenn er die gesamte Ukraine Moskau überlassen würde.

Das sind Schlussfolgerungen einer Analyse der bekannten Washingtoner Denkfabrik Brookings Institution. Die Studie «Beyond the Sanctions: Russia, the West, and Ukraine» (www.brookings.edu) stellt die entscheidende Frage: Wieviel kostet es, um die bankrotte Ukraine zu stabilisieren, und welche Seite ist bereit, für welche Ukraine wieviel zu bezahlen?


weiter:
www.expresszeitung.ch/redaktion/geopolit...hlt-fuer-die-ukraine

Es ist doch unerheblich, wem die Ukraine zugeschlagen wird. Es wird immer der IWF und die EU oder Russland für die Kosten eintreten müssen.

Davon abgesehen hat dieser amerikanische Akademikerverein das psychologische Moment aussen vor gelassen. Russland wird der Ukraine wenig bis gar keine Perspektive bieten können. Man muss sich dazu nur anschauen, wie trost- und hoffnungslos es jetzt auf der Krim ausschaut. Die EU kann der Ukraine schon eine wesentlich bessere Perspektive bieten. Damit sind jedoch weniger die ukrainischen "Markenfirmen", wie z. B. Moto svitsch, Antonov und ähnliches gemeint, deren Produkte nur bedingt wettbewerbsfähig sind. Da werden sie sich schon eher die Themen Ernährung, Bioenergie weiter erschliessen müssen und sich als Werkbank für die euopäische Industrie anbieten.

Motiviert sind die Leute, hart arbeiten können sie auch, und findig sind sie obendrein. Fraglich ist nur, was passiert, wenn die schnellen Erfolge ausbleiben. Die Ukrainer neigen nun mal leider auch zu Ungeduld.
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....und wer zahlt für die Ukraine? 08 Jul 2014 18:03 #16680

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Agence schrieb:
Im allgemeinen stimme ich dieser Analyse zu.

Kann sich aber ein Land fast nur mit Hilfe des Exportes von Kriegsgütern über Wasser halten? Das ist die grosse Frage.
Überall wird gefordert die Kriegswaren-Exporte zurück zu schrauben. Nur der NATO-Sekretär verlangt gegenwärtig eine Aufstockung der Militärausgaben.
In einem friedlichen Europa wäre ein Abbau der Militärausgaben eine gute Idee, denn mit Militärausgaben werden Gelder verprasst, die anderswo gescheiter ausgegeben werden könnten. Leider hat die Regierung der RF diesen langandauernden Frieden gebrochen.

Es stellt sich auch die berechtigte Frage, ob die Ukraine ihre Kriegsgüter in den Westen exportieren könnte. Das wage ich zu bezweifeln, denn in der Technologie hinkt die RF dem Westen seit vielen Jahren hinterher. Sie macht mit Fussvolk dieses Manko wett.

So wurden die Atomreaktoren Typ Tschernobyl (sog. Graphitreaktoren) nicht hauptsächlich zur Stromproduktion gebaut, sondern zur Plutoniumgewinnung für atomare Flugkörper. Dabei wurde bewusst in Kauf genommen, dass diese Reaktoren bei einer Fehlmanipulation in die Luft fliegen können und ganze Landstriche damit verseucht würden. Der Mensch zählte bei diesen Überlegungen nicht. Der Mensch war nur Mittel zum Zweck. Solche Atommeiler sind in der RF noch in Betrieb und gefährden immer noch ganze Regionen.
Da sind Z. Bsp. die Anlagen von Sosnovy Gor (St. Petersburg) zu nennen, welche ein grosses Risiko für Estland und Finnland darstellen.
Die Anlage von Tschernobyl ist zum Glück nicht mehr in Betrieb, gefährdet aber immer noch für unendliche Zeit ganze Landstriche der Ukraine.

Deutschland wäre nicht das heutige Deutschland, wenn es nicht nach Kriegsende mit Hilfe des Marshallplanes wieder auf die Füsse gestellt worden wäre. Das deutsche Volk ist aber nicht zu vergleichen mit dem ukrainischen Volk. Die Germanen sind Arbeitsmenschen und waren gewohnt hart zu arbeiten, darum frage ich mich, ob ein Marshallplan der Ukraine helfen könnte wieder auf die Beine zu kommen, nach dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe. Die Zeit ist auch nicht mehr die Gleiche. Man kann 1945 nicht mit 2014 vergleichen. Die Welt hat sich in diesen Jahren total verändert.

Bei all diesen Überlegungen dürfen nicht nur wirtschaftliche Faktoren ins Feld geführt werden, wie bei dieser Studie, sondern auch die Menschlichen. Ich finde, der Ukraine sollte die Möglichkeit gegeben werden, zu beweisen, dass sie in der Lage ist sich mit Hilfe einer Westunterstützung aus dem Schlamassel zu ziehen so wie das andere Staaten auch können. Was sicher ist, das ukrainische Volk wird noch viele Opfer bringen müssen, bis geerntet werden kann.

1. Niemand benötigt Atomkraftwerke, um Energie zu gewinnen. Diese Dinger sind einzig und alleine zum dem Zweck gebaut worden, um Plutonium für Atombomben zu gewinnen. Auch der alterwürdige Adenauer wollte aus Deutschland eine Atommacht machen, und hatte daher den Bau von Kernreaktoren in die Wege geleitet.

2. Deutschland ist nicht nur wegen dem Marschallplan und seiner arbeitswütigen Bevölkerung so wirtschaftlich stark geworden. Die Schaffenskraft der Bevölkerung will schliesslich auch exportiert werden, und benötigt daher entsprechende Abnehmer. Irgendwann kommst Du schon von alleine darauf, dass vor allen Dingen die Sovjetunion, der Warschauer Pakt und die neugewachsene Teilung der Welt am deutschen Erfolg die Hauptschuld tragen. Schliesslich war Deutschland, zusammen mit seinem Zwilling, der DDR, ein Frontstaat, und damit ein Aushängeschild der konkurierenden Wirtschaftssyteme.

Wäre nur hartes Arbeiten und Fleiss der einzig wahre Erfolgsgarant, es würde nur wohlhaben Volkswirtschaften geben.
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....und wer zahlt für die Ukraine? 08 Jul 2014 18:19 #16681

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Also ich kann jeden eurer Gedankengänge und Argumente, warum Deutschland heute so ist wie es ist, schon nachvollziehen.
Ich persönlich bin allerdings in Fragen zu wirtschaftlichen Zusammenhängen eher ein hoffnungsloser "Rookie".
Ob also die Ukraine mittelfristig oder langfristig eine finanzielle Belastung für die EU-Staaten wird kann ich nicht beurteilen, erlaube es mir auch nicht.
Meiner Meinung, und Erfahrung nach, ist es aber tatsächlich auch so das Themen, wie "wer soll das bezahlen?" gerne propagandistisch ausgeschlachtet werden um bei der Bevölkerung ein Meinungsbild zu schaffen das es an ihren Geldbeutel geht, massenhaft Arbeitsplätze verloren gehen wenn ein Staat in die EU aufgenommen wird, was ja bei der Ukraine noch nicht mal der Fall ist.
«Без власної держави, без визволення, отже і без визвольної боротьби, Україна не може мати ані свободи, ані добробуту, ані демократії

Степан Андрійович Бандера
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....und wer zahlt für die Ukraine? 08 Jul 2014 18:27 #16682

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Anuleb schrieb:
Motiviert sind die Leute, hart arbeiten können sie auch, und findig sind sie obendrein. Fraglich ist nur, was passiert, wenn die schnellen Erfolge ausbleiben. Die Ukrainer neigen nun mal leider auch zu Ungeduld.

Es werden wahrscheinlich wieder Beispiele kommen wie "faul" die Menschen hier sind...
Aber ich erlebe tagtäglich das genaue Gegenteil... Gib den Jungs und Mädels eine einigermaßen vernünftige Perspektive und viele werden sich wundern welches Potential hier brach liegt.
Gerade heute hatte ich wieder ein langes Gespräch mit einem Bekannten. 47 Jahre alt. Er sagt klipp und klar das seine Generation eine verlorene Generation ist, dass die nächsten Jahre hart und schmerzvoll werden, aber er wird darum kämpfen das es seinen Kindern und Enkeln einmal besser geht als ihm. Seiner Meinung nach ist jetzt der Moment alles noch zum Guten zu wenden ansonsten werden auch die nächsten Generationen am Hungertuch nagen.
Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr
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Letzte Änderung: 08 Jul 2014 18:29 von Wormser.
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....und wer zahlt für die Ukraine? 08 Jul 2014 19:02 #16683

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Agence schrieb:
Im allgemeinen stimme ich dieser Analyse zu.

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Überall wird gefordert die Kriegswaren-Exporte zurück zu schrauben. Nur der NATO-Sekretär verlangt gegenwärtig eine Aufstockung der Militärausgaben.
In einem friedlichen Europa wäre ein Abbau der Militärausgaben eine gute Idee, denn mit Militärausgaben werden Gelder verprasst, die anderswo gescheiter ausgegeben werden könnten. Leider hat die Regierung der RF diesen langandauernden Frieden gebrochen.

Es stellt sich auch die berechtigte Frage, ob die Ukraine ihre Kriegsgüter in den Westen exportieren könnte. Das wage ich zu bezweifeln, denn in der Technologie hinkt die RF dem Westen seit vielen Jahren hinterher. Sie macht mit Fussvolk dieses Manko wett.

So wurden die Atomreaktoren Typ Tschernobyl (sog. Graphitreaktoren) nicht hauptsächlich zur Stromproduktion gebaut, sondern zur Plutoniumgewinnung für atomare Flugkörper. Dabei wurde bewusst in Kauf genommen, dass diese Reaktoren bei einer Fehlmanipulation in die Luft fliegen können und ganze Landstriche damit verseucht würden. Der Mensch zählte bei diesen Überlegungen nicht. Der Mensch war nur Mittel zum Zweck. Solche Atommeiler sind in der RF noch in Betrieb und gefährden immer noch ganze Regionen.
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Deutschland wäre nicht das heutige Deutschland, wenn es nicht nach Kriegsende mit Hilfe des Marshallplanes wieder auf die Füsse gestellt worden wäre. Das deutsche Volk ist aber nicht zu vergleichen mit dem ukrainischen Volk. Die Germanen sind Arbeitsmenschen und waren gewohnt hart zu arbeiten, darum frage ich mich, ob ein Marshallplan der Ukraine helfen könnte wieder auf die Beine zu kommen, nach dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe. Die Zeit ist auch nicht mehr die Gleiche. Man kann 1945 nicht mit 2014 vergleichen. Die Welt hat sich in diesen Jahren total verändert.

Bei all diesen Überlegungen dürfen nicht nur wirtschaftliche Faktoren ins Feld geführt werden, wie bei dieser Studie, sondern auch die Menschlichen. Ich finde, der Ukraine sollte die Möglichkeit gegeben werden, zu beweisen, dass sie in der Lage ist sich mit Hilfe einer Westunterstützung aus dem Schlamassel zu ziehen so wie das andere Staaten auch können. Was sicher ist, das ukrainische Volk wird noch viele Opfer bringen müssen, bis geerntet werden kann.

Ohh mal wieder was zur Rassenlehre. Hmmm wann hatten wir das , fleißiger Arier fauler Slawe.
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....und wer zahlt für die Ukraine? 09 Jul 2014 00:25 #16687

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Ich habe nicht gesagt, dass die Ukrainer faul seien, denn das kann ich nicht belegen und würde mich als Romane auch nie erlauben von Ariern zu sprechen.
Nach dem 2. Weltkrieg hat man klar gesehen, wie die Deutschen den Wiederaufbau in Angriff angenommen haben, im Gegensatz zu Frankreich als Bsp.
Aus meinen Reisen nach Polen, der DDR und der Tschechoslowakei zu Zeiten der Arbeiterparadiese, habe ich genügend gesehen wie die Arbeitsmoral in diesen beiden Ländern im Gegensatz zur DDR war.
Klar ist, dass die Germanen Arbeitstiere sind, dem gegenüber die Romanen es leichter nehmen, so wie die Slawen. Dieses Verhalten hat sich aber dank Wohlstand in den letzten Jahren verflacht.
Es kommt nicht von ungefähr, dass in der Schweiz gesagt wird, die Deutschschweizer (Germanen) leben um zu arbeiten und die Welschen (Romanen) arbeiten um zu leben.
Meine schlimmsten Chefs waren Welsche, denn als Vorgesetzte waren sie schlimmer als die Deutschschweizer, irgendwie schnell Karriere machen zu wollen.

Ich glaube gerne, dass jüngere Ukrainer anders denken, als die Generation, die zu Zeiten der UdSSR gross geworden ist. Ich nehme an, dass dies in der RF nicht anders ist. Damit sich diese Menschen entfalten können, braucht es eben so was wie einen Marshallplan. Die Leute müssen zinsgünstige Kredite bekommen um sich entfalten und Initiative zeigen zu können, denn der Motor einer Wirtschaft sind nicht die grossen Firmen, sondern die Klein-und Mittelbetriebe. Das ist hier nicht anders mit unseren Jungfirmen, die sich über fehlende Kreditwilligkeit beklagen.

Mit der Kriegswarenproduktion und den Grafitmeilern wollte ich auf die Altlasten aufmerksam machen, die eine moderne und effiziente Entwicklung der Wirtschaft hemmen. Deutschland hatte das Glück von fast Null wieder anfangen zu können. Dadurch entwickelten sie neuere Prozesse und Maschinen. Sie liefen damit den anderen Staaten schnell davon, die sich auf den Lorbeeren des gewonnenen Krieges ausruhten. Da spielte der Frontstaat nur eine ungeordnete Rolle. Klar spielte das in den Überlegungen der Amerikaner eine nicht zu vernachlässigende Rolle, der einfache Deutsche dachte aber sicherlich nicht daran.
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....und wer zahlt für die Ukraine? 09 Jul 2014 07:15 #16690

  • Oldtrotter
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Letzten Endes zahlen wir alle für die jetzige Ukraine, ein jeder auf seine Art und Weise!
Besonders aber die Menschen, die hier in der Ukraine leben und arbeiten, sowie die Millionen Ukrainer weltweit, die stets ihre Familien und Freunde in der Heimat Unterstützung boten und auch heute noch bieten,

Ja, es klingt wie ein Hohn, aber wir zahlen gerne für unsere Ukraine und wir stehen auch dazu, auch zu den Irrungen und Wirren der letzten Monate, egal welcher ethnischen Herkunft wir sind oder woher unsere Vorfahren stammen.

Wer in der Ukraine anhand einer Rassenlehre und einer Tabelle Schweizer Ursprungs die Arbeitsleistung festlegen will, dem empfehle ich die sofortige Urlaubstätigkeit in einem der vielen kleinen Familienbetriebe hierzulande,. Er wird aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Endlich darf er mal wieder mehr als acht (8) Stunden am Tag arbeiten und das dann jeden Tag. Hinzu kommt noch eine ausgesprochen gute Allgemeinbildung der Bevölkerung und dieses auch bei den neuen Generationen!

Ich wünsche Euch einen schönen Tag! Oldtrotter,
der jetzt wieder seine Aufgaben innerhalb seiner ukrainischen Familie wahrnimmt. Nix Pension, in der Kneipe abhängen und dummes Zeug schwätzen sondern wirklich noch zu allem nutze!
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