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THEMA: Buchempfehlung

Buchempfehlung 23 Mär 2015 14:52 #24713

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Hallo,

ich möchte heute einmal eine Buchempfehlung aussprechen:
Andreas Kappeler, Die Kosaken. Geschichte und Legenden, Verlag C. H. Beck, München 2013, Paperback für kleines Geld

Ein für Geschichtsinteressierte lesenswertes Buch, welches die Ursprünge der Kosaken in der Ukraine und in Russland bis in die Gegenwart hinein beleuchtet. Natürlich standen die Kapitel der ukrainischen Kosaken am Dnjepr für mich im Vordergrund.

Der Autor gehört ganz sicher zu den Fachleuten, wenn es um osteuropäische Geschichte geht. Also gilt meine Empfehlung: top.

Ich möchte anmerken, dass die Kosaken in der Ukraine (salopp gesagt) "untergegangen" sind. Das mag aus Kappelers geschichtlicher Sicht so stehen. Aus ethnologischer Sicht sind bestimmt noch deutlichste Spuren in der Ukraine vorhanden. Zudem waren sie etliche Jahrzehnte gegen den polnisch-litauischen Adel wegen ihrer Abkehr vom Katholizismus erfolgreich in der Behauptung eines eigenen Territoriums. Deshalb wollte ich auch mehr zum Thema Kosaken am Dnjepr erfahren.

Gruß nobody
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Buchempfehlung 23 Mär 2015 19:12 #24717

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Hallo,

ich möchte da gleich noch nachlegen bitte:
Kappeler, Andreas: Kleine Geschichte der Ukraine, Verlag C. H. Beck, 2014, Paperback für kleines Geld

Gibt es ein Standardwerk zur Geschichte der Ukraine ? Nun, es kommt auf den Betrachtungsstandort an. Wenn man die Geschichte der Ukraine von außen sehen will, eben ohne die ukarinische Brille, dann hat man hier sicher das richtige Buch in der Hand.

Ich mache mich jetzt erst richtig dran, denn es hat ein paar Seiten mehr. Das schaffe ich nicht so nebenbei. Und dazu ist mir das Thema auch zu wichtig. Das Inhaltsverzeichnis lässt Gutes erwarten.
Ich empfehle das Buch auch allen denen, die beim Stichwort "Ukraine" von einer künstlichen Nation sprechen und/oder ihr sogar gleich das Existenzrecht ganz absprechen. Lesen bildet.

Gruß nobody
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Letzte Änderung: 23 Mär 2015 19:20 von nobody.
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Buchempfehlung 23 Mär 2015 19:46 #24718

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nobody schrieb:
Gibt es ein Standardwerk zur Geschichte der Ukraine ?
Ja, das gibt es. Es ist Orest Subtelny's "Ukraine - a History", erschienen in englischer Sprache. Neu gekauft ist es recht teuer, man kann aber günstige Exemplare gut gebraucht kaufen, wenn man kein Problem damit hat, ein wenig darauf zu warten, siehe z.B. hier: www.biblio.com/search.php?stage=1&result...sbn=subtelny+ukraine

Die letzte Auflage kriegt man nicht so günstig, aber die von 2000 ist hinreichend neu, da fehlt halt nur die orangene Revolution. Etwas günstiger gibt es den Subtelny auch els eBook, z.B. bei Amazon.

Ich habe sowohl den Keppeler als auch den Subtelny gelesen. Der Keppeler ist allein schon wegen der Kürze eher oberflächlich, gut, um einen Eindruck oder Überblick zu erhalten, aber wenn man es genau wissen will, ist der Subtelny alternativlos.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
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Buchempfehlung 24 Mär 2015 11:14 #24725

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Hallo,

was wohl noch auf meine Leseliste für die Zukunft sollte, das ist dies aktuelle Buch:

Katharina Raabe, Manfred Sapper - Testfall Ukraine: Europa und seine Werte, suhrkamp, Paperback für kleines Geld

Vom Prinzip her ist es ein Reader, der etliche Autoren zu verschiedenen Themenkomplexen zu Worte kommen lässt. Und ... das Buch hat nur bedingt seinen Schwerpunkt auf der Ukraine; es bezieht Russland und seinen Staatsführer mit ein.

Gruß nobody, der aber die kommenden Abende zunächst noch die Geschichte der Ukraine vor der Brust hat
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Letzte Änderung: 24 Mär 2015 11:16 von nobody.
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Buchempfehlung 24 Mär 2015 19:16 #24730

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nobody schrieb:
Hallo,

was wohl noch auf meine Leseliste für die Zukunft sollte, das ist dies aktuelle Buch:

Katharina Raabe, Manfred Sapper - Testfall Ukraine: Europa und seine Werte, suhrkamp, Paperback für kleines Geld
Ja, das habe ich in den Händen, habe das erste Kapitel gerade durch. Mein Eindruck davon ist bisher sehr gut.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
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Buchempfehlung 03 Apr 2015 13:46 #24838

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stephan.r schrieb:
+++Freitag, den 03.04.2015+++

derStandard.at, 3.4.15

Historiker: "Es geht auch um die Würde der Russen"

Interview | JOSEF KIRCHENGAST

Russland-Kenner Karl Schlögel spricht Wladimir Putin jegliches staatsmännische Format ab. Von den Russen fordert er Verantwortung für sich und Respekt für die Ukrainer...
Letzte Änderung: 03 Apr 2015 13:48 von Hanna.
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Buchempfehlung 03 Apr 2015 13:49 #24839

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Ich konnte nicht richtig einkopieren in den Beitrag von Stephan.r- hier die Fortsetzung sozusagen:

Hoffentlich langweile ich Euch nicht:

Aber mir offenbart sich gerade weiter die „russische Seele“ – wie schreibt Swetlana Alexijewitsch (in der UA geboren, in Weißrussland aufgewachsen) in ihrem Buch „Secondhand-Zeit“, Seite 21 …“Was steckt hinter dieser Seele? Eben nichts als die Seele….?“. Karl Schlögel nimmt zu diesem Buch Stellung. Bin erst auf Seite auf Seite 45! Und schon: bitte lesen…

Und weil alles so länderübergreifend zusammenhängt (grins):

habe wieder mal auch das gefunden - ist allerdings von der Ehefrau des Herrn Karl Schlögel - Sonja Margolina (Publizistin und Buchautorin, russischer Herkunft):
(vorweg: Herr Kindler sieht das Buch– Wodka. Trinken und Macht – insofern kritisch – es wurde nicht so ganz gut recherchiert!)

Ein Auszug aus der Rezension:

hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensi...her&id=6766&view=pdf
Margolina, Sonja: Wodka. Trinken und Macht in
Russland. Berlin: Wjs Verlag 2004. ISBN: 3-937-
98903-X; 183 S.
Rezensiert von: Robert Kindler, Berlin

Die Fakten sind bekannt: Pro Kopf und Jahr werden in Russland 15 Liter reinen Alkohols
getrunken. Bezogen auf die tatsächlichen Alkoholkonsumenten
bedeutet dies, dass ca. 80 Prozent der russischen Männer jährlich 220
HalbliterflaschenWodka konsumieren. Ebenso bekannt sind die Folgen: Die…

…Wodka spielte (und spielt) in der russischen Geschichte in vielerlei Gestalt eine Rolle. Er
ist Machtmittel, der Stoff, mit dessen Hilfe soziale und gesellschaftliche Konflikte besänftigt
bzw. unterdrückt werden konnten….
..Das russische Staatsbudget wurde seit der Errichtung der ersten Trinketablissements,
den Kabaken, unter Ivan IV. zu einem hohen Prozentsatz aus den Einnahmen aus dem
Alkoholverkauf bestritten. Erstaunlich ist dabei die Kontinuität: Seit dem 18. Jahrhundert
bis zur Mitte der 1980er-Jahre betrug der aus Wodka resultierende Anteil mehr oder minder
konstant ein Drittel des Haushalts (S. 104). Nicht nur Spötter sprachen angesichts solcher
Größenordnungen vom Staatshaushalt nicht anders als vom „Säuferetat“. Waren die
Konsumenten anfangs dazu verpflichtet, sich dem Trunk hinzugeben und wurden zuweilen
gar in den Kabak geprügelt, um ihren Pflichten als getreue Untertanen des Zaren nachzukommen
(S. 34), so kehrte sich das Verhältnis im Laufe der Zeit um: Wann immer der Staat
versuchte, dem Alkoholismus Einhalt zu gebieten, setzten sich die Massen entschieden –
mitunter auch gewaltsam – zur Wehr. Auch die Armee konnte dem Laster keinen
Einhalt gebieten. Ganz im Gegenteil: Militärische Rituale beförderten die Ausbreitung
der Trunksucht noch. Bis 1908 bestand der Sold eines russischen Soldaten zu einem Teil
aus Wodka. Man glaubte, Schnaps steigere die Tapferkeit und fördere den Kampfesmut.
Allein die Resultate dieser Strategie bewiesen das Gegenteil: Die verheerenden Niederlagen
im russisch-japanischen Krieg 1904/05 wurden nicht zuletzt darauf zurückgeführt,
dass Kommandeure und Mannschaften in entscheidenden Momenten volltrunken ihren
Rausch ausschliefen (S. 66). Nicht minder de-saströs wirkte sich das Alkoholverbot im Ersten Weltkrieg aus: Die Soldaten liefen zu den Deutschen über, die ihnen Schnaps versprachen….

Den Rest dürft Ihr selbst lesen... Zu Zeiten des Krieges: Wodka – eine Waffe, besser als scharfe Minution …. !
Letzte Änderung: 03 Apr 2015 15:27 von Hanna.
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Buchempfehlung 03 Apr 2015 16:15 #24840

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mbert schrieb:
nobody schrieb:
Hallo,

was wohl noch auf meine Leseliste für die Zukunft sollte, das ist dies aktuelle Buch:

Katharina Raabe, Manfred Sapper - Testfall Ukraine: Europa und seine Werte, suhrkamp, Paperback für kleines Geld
Ja, das habe ich in den Händen, habe das erste Kapitel gerade durch. Mein Eindruck davon ist bisher sehr gut.
Kleine Aktualisierung: Ich habe es jetzt durch. Ich muss sagen, ich bin begeistert. Das Buch besteht aus Essays verschiedener Autoren - z.B. Historikern, Politologen, Journalisten, Schriftstellern - verschiedener Herkunft. Während ich die Beiträge von Ukrainern wegen ihrer emotionalen Dichte und Authentizität mochte, haben mich die russischen Autoren wirklich beeindruckt. Natürlich sind hier keine Putin-Dumpfbacken zu Wort gekommen, aber die beiden Essays, die sich mit dem Zustand der russischen Gesellschaft und seinen Ursachen befassen, sind wirklich großartig - sehr intelligent und nachdenklich geschrieben, für mich wirklich die Highlights des Buchs. Zum Ende wird es dann wieder etwas wissenschaftlicher: der Konflikt wird aus ökonomischer und politischer Sicht analysiert, auch sehr interessant.

Vieles hängt natürlich von der Perspektive ab. Als langjährig Ukrainophiler habe ich natürlich in dem Buch viel Bekanntes gefunden, wodurch mich dann vielleicht noch etwas mehr die Einblicke in mir nicht so vertraute Gefilde begeistert haben.

Fazit: ein absolut empfehlenswertes Buch, das sich der Situation in der Ukraine wie auch der Art, wie wir hier damit umgehen, auf vielschichtige und intelligente Weise nähert.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
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Buchempfehlung 11 Apr 2015 16:01 #24930

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Update zu Kappeler, Andreas: Kleine Geschichte der Ukraine



Hallo,

habe das Buch jetzt ebenfalls durch. Da ich da quasi Neuland betreten habe, ist nicht so viel hängen geblieben. Alle die Details, das geht ja auch gar nicht ... Aber die groben Linien und Zusammenhänge, darauf kommt es an. Einzelpunkte kann ich dank eines guten Buchaufbaues, einer Zeittafel und selbst eines angefügten Namensverzeichnisses schnell bei Bedarf nochmals "nacharbeiten".

Fazit:
1. Das Buch besticht durch viele Details. Es bringt diese Fülle in einen für mich als Laien verständlichen Zusammenhang. Kappeler hat keine Angst vor klaren Worten und Einordnungen. Hut ab.
Die aktuelle Ausgabe berücksichtigt auch die Ereignisse des Jahres 2014, was mir wichtig war.

2. Ich habe jetzt bei manchen Dingen nicht nur ein Bauchgefühl. Viele Fakten waren mir komplett neu. Manches musste ich revidieren: Beispiele
  • Die Bedeutung der Figur Stepan Bandera hatte ich bisher wohl komplett überbewertet.
  • Den Aspekt "Ukrainisches Volk/Nation" hatte ich noch unterbewertet, und wer mir jetzt nochmals mit dümmlichen und unzureichenden Argumenten kommt, wird einen schweren Stand haben, weil ich mit neuen stichhaltigen Ideen kontern werde.
  • Beim Aspekt "Sprachen" viele neue/andere Erkenntnisse gewonnen.
    ...
Lernen ist eben ein Zugewinn an Wissen und Erfahrung. In diesem Sinne ist das Buch eine Bank.

Gruß nobody
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Letzte Änderung: 11 Apr 2015 16:07 von nobody.
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Buchempfehlung 11 Apr 2015 16:30 #24931

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Hallo,

derjenige, der etwas vom ukrainischen Dichter Taras Schewtschenko in Deutsch erwerben will, der hat es schwer. Deshalb hier ein Link zu einem Gebrauchtangebot:

www.amazon.de/Meine-Lieder-Tr%C3%A4ume-G...Taras++Schewtschenko

Nur antiquarische Bücher. Und da muss man erst einmal einen Treffer landen!

Gruß nobody
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Letzte Änderung: 11 Apr 2015 16:34 von nobody.
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Re:Buchempfehlung 11 Apr 2015 17:11 #24932

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Auch hier findet man verschiedene Bücher von Taras Schewtschenko

www.zvab.com/advancedSearch.do?author=Sc...Taras&iref=suggest01

Zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher (ZVAB)
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Re:Buchempfehlung 11 Apr 2015 17:22 #24933

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Zu Taras Schewtschenko noch dieser Hinweis:

Andrei Jurjewitsch Kurkow
Petrowitsch. Roman um ein Vermächtnis des T. S., 1997; deutsch von Christa Vogel (2002), ISBN 3-257-06247-8

Ich selber habe das Buch (noch) nicht gelesen, werde aber berichten, wenn es so weit ist
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Re:Buchempfehlung 15 Apr 2015 06:46 #24992

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Hier ein Literaturhinweis in Form eines Artikels in der heutigen NZZ.
Es ist sehr verdankenswert, dass es nun eine Gesamtausgabe des Werkes dieses ukrainischen Autors gibt. Aus meiner Lehrzeit lst mir "Die Reiterarmee" bekannt (ist aber schon eine geraume Weile her und dass er Ukrainer ist, wusste ich damals nicht. Der Tip kam von meinem Ausbildner, der eine Vorliebe für "linke" Literatur hatte).


NZZ, 15.4.2015
Auch in der Printausgabe

Isaak Babels gesamtes Erzählwerk

Weltliteratur aus Odessa

Zu den Wundern, welche die russische Erzählkunst des 20. Jahrhunderts hinterlassen hat, gehören die Werke von Isaak Babel. Babel ergriff 1920 für die Roten Partei – und büsste dies später bitter.

Franz Haas

Ein Wunderwerk der russischen Erzählkunst ist jetzt in einer neuen und kompletten Ausgabe zu bestaunen: die gesamte Prosa von Isaak Babel (1894–1940), dem Juden aus Odessa, der im Bürgerkrieg auf der Seite der Roten war und trotzdem in Stalins Folterkellern verschwand. 

beta.nzz.ch/feuilleton/buecher/weltliter...us-odessa-1.18522206
Letzte Änderung: 15 Apr 2015 06:47 von stephan.r.
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Re:Buchempfehlung 10 Aug 2015 22:50 #27252

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im Moment wird in den Medien ein russisches Buch gelobt:

ZUKUNFTSROMAN VON VLADIMIR SOROKIN
Drogenglück im zerstörten sowjetischen Großreich www.deutschlandradiokultur.de/zukunftsro...am:article_id=327214

Ich mache mal weiter Schleichwerbung: www.amazon.de/Telluria-Roman-Vladimir-So...-1&keywords=telluria

Jetzt überlege ich: muss ich das unbedingt lesen ?
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Letzte Änderung: 10 Aug 2015 22:52 von nobody.
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Re:Buchempfehlung 06 Okt 2015 21:44 #28080

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Stern, 6.10.15

Buch über Russlands Präsidenten
Putin - der Mann, der gar nicht gibt

Wladimir Putin: Der russische Präsident hilft Assad - und wird sich genauso an die Macht klammern, glaubt der Journalist Michail Sygar.

Getrieben und manipuliert von seinen Vertrauten: Nur so sei Wladimir Putin zu dem Politiker geworden, der er heute ist. Das schreibt der russische Journalist Michail Sygar in seinem neuen Buch über den Präsidenten. Dabei habe Putin anfangs die Nähe des Westens gesucht.

Von Samuel Rieth

mobil.stern.de/politik/autor-michail-syg...&utm_source=standard

Es ist mehr als Hinweis gedacht. Ich kenne das Buch nicht
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Buchempfehlung 09 Okt 2015 10:13 #28109

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... der Prophet im eigenen Land...

...stimmt wieder einmal leider, Swetlana Alexijewitsch bekam den Literaturpreis, ihre Bücher sind in ihrem Heimatland nicht erlaubt.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung!
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Buchempfehlung 09 Okt 2015 10:23 #28110

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dieses Buch kann ich bestens empfehlen, habe es vor ein paar Wochen gelesen:

41YmwduK8BL._SX324_BO1204203200_.jpg


www.amazon.de/Secondhand-Zeit-Leben-auf-...ords=secondhand-time
Letzte Änderung: 09 Okt 2015 10:41 von Picadilly.
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Buchempfehlung 09 Okt 2015 10:39 #28113

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was ist schon ein Krieg...

Auszug aus dem Buch Tschernobyl, von S. Alexijewitsch, ( sie beginnt ihr Buch mit einigen historischen Auskünften)

"Auf dem Gebiet von Weißrußland gibt es kein einziges Atomkraftwerk. ... die der weißrussischen Grenze am nächsten gelegenen mit Reaktoren vom Typ RBMK folgende: im Norden Ignalina, im Osten Smolensk, im Süden Tschernobyl...

... Für das kleine Weißrußland (10 Mio. Einwohner) wurde sie zu einem nationalen Unflück. Während des Großen Vaterländischen Krieges zerstörten die deutschen Faschisten auf weißrussischen Boden 619 Dörfer mitsamt ihren Bewohnern. Nach Tschernobyl verlor das Land 485 Dörfer und Siedlungen: 70 davon sind für immer dem Erdboden gleichgemacht. Im Krieg fiel jeder vierte Weißrusse, heute lebt jeder fünfte auf verseuchtem Gebiet. Das sind 2,1 Mio. Menschen , davon 700.000 Kinder. Unter den Todesursachen nimmt die radioaktive Strahlung den ersten Platz ein....
...Als Folge der Katastrophe wurden 50 x10hoch6 Ci Radionuklide in die Atmosphäre geschleudert, davon fielen 70% auf Weißrußland: 23% seines Territoriums sind durch Radionuklide. mit einer Dichte von über 1Ci/kmhoch2 durch Caesium-137 verseucht.....

Als Folge der ständigen Einwirkung von geringen Strahlendosen erhöht sich im Lande mit jedem Jahr die Zahl der Personen mit Krebserkrankungen, geistiger Unterentwicklung, nervösen und Psychischen Störungen sowie genetischen Mutationen..."
Band Tschernobyl, Weißrußland Enzyklopädie, 1996, es folgen alle Seitenangaben


Hat der Irak, Ihran, Syrien eigentlich Atomkraftwerke?



PS: Picadylly, das war auch mein Einstieg, inzwischen habe ich auch Zinkjungen gelesen und nun bin ich bei Tschernobyl, ihre Art das alles aufzuschreiben und was da berichtet wird, beieindruckt mich immer wieder - und mit Entsetzen
Letzte Änderung: 09 Okt 2015 10:53 von Hanna.
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Re:Buchempfehlung 16 Okt 2015 21:56 #28187

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rtdeutsch, 16.10.16

Gabriele Krone-Schmalz kritisiert deutsche Medienlandschaft für „Dämonisierung Russlands“

Gabriele Krone-Schmalz, ehemalige Osteuropa-Korrespondentin und Moderatorin der ARD, kritisierte während ihrer gestrigen Buchvorstellung in Hannover die demokratieschädlichen Tendenzen der Medien in Deutschland. Sie mahnte die Journalisten an, ihre Neutralität nicht aufzugeben und gerade bei internationalen Themen für eine pluralistische Berichterstattung einzutreten. Als Expertin für Osteuropaberichterstattung kritisierte sie vor allem die einseitige Medienmeinung in Bezug 

www.rtdeutsch.com/34553/inland/gabriele-...nisierung-russlands/

Titel des Buches:
Russland verstehen. Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens. 2015

Vielleicht wurde schon auf das Buch hingewiesen. Dann sorry. Ich glaube auch nicht, dass es unbedingt lesensert ist ( allenfalls zur Pflege eines "Feindbildes" ). Ich denke, die meisten von uns wissen, wessen Geist die Dame ist.
Ich verstehe es einfach als Information, die in ein Forum gehört.
Allenfalls kann jemand darüber berichten, der es gelesen hat.
Ich werde, es liegt aber nicht zuoberst auf der Bücherliste. Und es handelt sich um einen Buchhinweis und keine Buchempfehlung
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Re:Buchempfehlung 17 Okt 2015 07:27 #28190

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taz, 16.10.16

BÜCHER ÜBER DIE UKRAINE
Und plötzlich ist Krieg in Europa

Deutsch-ukrainische Geschichte: Der Historiker Karl Schlögel und die Bürger­rechtlerin Irina Scherbakowa suchen nach Ursachen des Konflikts.
VON CHRISTIANE MÜLLER-LOBECK

Gleich mit zwei Büchern meldet sich der gestandene Osteuropa-Experte Karl Schlögel in diesem Bücherherbst zu Wort. Dass es zwei sind, muss man als Ausdruck einer intellektuellen Dringlichkeit sehen, die den Autor seit dem Beginn der Proteste auf dem Maidan in Kiew umtreibt, und als Bearbeitung einer, wie er bekennt, großen persönlichen Verunsicherung

m.taz.de/!5238671;m/

Die Titel der beiden Bücher sind am Schluss des Artikels. Ich kenne sie (noch) nicht
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